28.01.2011, 13:20 Uhr
Forscher nehmen Messungen in der Framstraße vor (Symbolfoto: AFP)
Das atlantische Wasser in der Framstraße, einer Meerenge zwischen Grönland und Spitzbergen, ist in den vergangenen 2000 Jahren noch nie so warm gewesen wie heute. Das belegen Untersuchungen von Wissenschaftlern um Robert Spielhagen vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR.
Sie konnten mit Hilfe von fossilen tierischen Einzellern nachweisen, dass die Temperatur des einströmenden Atlantikwassers in den vergangenen hundert Jahren um etwa zwei Grad Celsius gestiegen ist, berichtet die Zeitschrift "Science" in ihrer neuesten Ausgabe.
"Eine solche Erwärmung von Atlantikwasser in der Framstraße hebt sich wesentlich von den Klimaschwankungen der vergangenen 2000 Jahre ab", sagte Spielhagen. Die Experten vermuten, dass der beschleunigte Rückgang des Meereises und die in den letzten Jahrzehnten gemessene Erwärmung von Ozean und Atmosphäre in der Arktis unter anderem eine Folge des verstärkten Wärmetransports aus dem Atlantik seien. In den zwei Jahrtausenden zuvor hätten die Wassertemperaturen lediglich immer wieder um mehrere Zehntel Grad Celsius geschwankt.
Da kontinuierliche meteorologische und ozeanographische Messdaten nur rund 150 Jahre zurückreichen, müssen die Wissenschaftler für die Untersuchung des Klimas der Vergangenheit auf indirekte Klimaarchive wie Eisbohrkerne oder Sedimentkerne zurückgreifen. Für die Rekonstruktion der Temperaturen in der Framstraße nutzten Experten spezielle Arten tierischer Einzeller.
Diese Foraminiferen leben in Tiefen von 50 bis 200 Metern und bilden während ihres Lebenszyklus Kalkschalen aus. Wenn sie absterben, sinken die Schalen auf den Meeresboden, wo sie als Fossilien über lange Zeiträume gut erhalten bleiben. Da bestimmte Foraminiferen-Arten spezielle Wassertemperaturen bevorzugen, konnten die Wissenschaftler anhand der im Meeresboden gefundenen Arten und deren Alters die Bedingungen der Vergangenheit rekonstruieren.
Parallel untersuchten sie die chemische Zusammensetzung der fossilen Kalkschalen, die ebenfalls Rückschlüsse auf Temperaturen in der Vergangenheit zulassen. Die beiden voneinander unabhängigen Untersuchungsmethoden zeigten übereinstimmend einen Temperaturanstieg von etwa zwei Grad Celsius in den vergangenen 100 Jahren.
Eine weitere Erwärmung könnte dramatische Folgen für die Eisbildung und Eisbedeckung im Arktischen Ozean haben, vermuten die Wissenschaftler: Ohne Eis auf dem Meer könnten sich die Klimaveränderungen in der Arktis verstärken, da die Sonnenstrahlen nicht mehr vom hellen Eis reflektiert werden.
Quelle: dpa
Bofrost schrieb:
am 28. Januar 2011 um 18:21:14
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Arktis
Ist doch klar das der Atlantik immer wärmer wird, bei dem Schiffsverkehr.
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Der Oranschene schrieb:
am 28. Januar 2011 um 18:16:06
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Atlantik
Zum besseren Verstehen , die Pole verschieben sich dadurch wirds dort wärmer und an anderen Orten eben kälter . Von wegen Erderwärmung.
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KIK schrieb:
am 28. Januar 2011 um 18:11:56
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Klima
Die Forscher haben lediglich festgestellt, dass das Meer an dieser Stelle vor 200 Jahren kälter war, nicht mehr und nicht weniger. Sie
haben nichts über die Randbedingungen auf der Erde die dem zu Grunde lagen ausgesagt, weil sie diese offensichtlich nicht ihr Thema war. Nachgewiesen haben sie aber an anderer Stelle auch, dass noch größere Temperaturschwankungen in noch kürzerer Zeit statt gefunden habe ohne es zu interpretieren Der Rest kommt von den Grünen und den Politikern.
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