15.02.2011, 08:56 Uhr
Schon die alten Ägypter konnten offenbar funktionierende Prothesen für amputierte Gliedmaßen herstellen (Foto: dpa)
Schon die alten Ägypter konnten offenbar funktionierende Prothesen für amputierte Gliedmaßen herstellen. Wissenschaftler der Universität Manchester haben Nachbauten von mehr als 2500 Jahre alten Zeh-Prothesen an zwei Freiwilligen getestet. Ergebnis: Sie funktionieren. Die Testpersonen bezeichneten eine der Prothesen für den großen Zeh sogar als "besonders bequem", berichten die Forscher um Jaqueline Finch im britischen Medizin-Journal "The Lancet".
Der große Zeh trägt beim Laufen fast 40 Prozent des Körpergewichtes. Menschen ohne großen Zeh hinken daher stark. Die beiden ägyptischen Prothesen aus Holz sowie aus Pappmaché und Gips hätten den Versuchspersonen das Laufen deutlich erleichtert, schreibt Finch. Die Ägypter hätten offenbar genaue Kenntnisse der Anatomie und Funktion des Fußes gehabt.
Damit sei klar, dass die Ägypter schon mehrere hundert Jahre vor den Römern amputierte Gliedmaßen durch Prothesen ersetzt haben, schreibt "The Lancet". Skeptiker warendavon ausgegangen, dass die ägyptischen Prothesen trotz Gebrauchsspuren nur Grabbeigaben waren. Ein römisches Bronze-Bein aus einem Grab in der Nähe des italienischen Capua galt bislang als älteste Prothese.
Die in Manchester verwendeten Prothesen sind Nachbauten von Museumsstücken. Beide ersetzen jeweils den rechten Zeh und wurden in der altägyptischen Stadt Theben in der Nähe von Luxor gefunden. Eine Prothese wurde 1881 ausgegraben. Der im British Museum in London ausgestellte Zeh besteht aus einer Art Pappmaché aus Leinen und Leim sowie einem Gips-Überzug. Die Prothese wird auf 600 vor Christus datiert.
Die zweite Prothese besteht aus drei beweglichen Teilen aus Holz und Leder. Sie wurde 2000 von dem deutschen Archäologen Andreas Nerlich im Grab einer Priestertochter gefunden, die irgendwann zwischen 950 und 710 vor Christus lebte. Die Prothese ist im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt. Beide Zehen haben Löcher, die vermutlich dazu dienten, sie mit einem Band am Fuß oder an den Sandalen zu befestigen.
Quelle: dpa
luzifer0_10 schrieb:
am 16. März 2011 um 19:01:44
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Prothese
Hoffentlich liest das kein Minister sonst gibts wieder eine Gesundheitsreform
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jogi schrieb:
am 15. Februar 2011 um 18:10:13
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AOK
Als AOK-Patient sehe ich da echte Alternativen und enorme Einsparmöglichkeiten. Messer raus und losschnitzen.!!!
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Holzidoc schrieb:
am 14. Februar 2011 um 19:46:53
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Prothese
Je nachdem was man als Prothese versteht, auch in Ägypten wurden bereits 2500 v.Chr. Pharaonen Zähne menschlichen und tierischen
Ursprungs mit Golddraht an Fehlstellen im Kiefer eingesetzt und es hat wohl funktioniert.
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