05.01.2011, 17:18 Uhr
Die "USS Enterprise" ist das längste Kriegsschiff der Welt (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Schwulen- und frauenfeindliche Videos zur Erheiterung der Crew haben den Kommandanten eines US-Flugzeugträgers offensichtlich den Job gekostet. Kapitän Owen Honors wurde nach Angaben der Militärs wegen schlechter Führung vom Kommando der "USS Enterprise" - des längsten Kriegsschiffs der Welt - entbunden.
Die Marine habe bereits einen Nachfolger bestimmt, hieß es aus Militärkreisen.
Die Videos stammen aus den Jahren 2006 und 2007 und entstanden, als Honors noch Vize-Kommandant und das Schiff für die Kriege im Irak und in Afghanistan im Einsatz war. Sie wurden im internen Fernsehprogramm der "Enterprise" ausgestrahlt. Am Wochenende gelangten die Filme, in denen Honors selbst mitwirkte, dann aber für alle Welt sichtbar ins Internet.
Die Filme seien wöchentlich zur Belustigung der Mannschaft gezeigt worden. Crewmitglieder machen darin schwulenfeindliche Witze, simulieren Sex und tun so, als würden sie masturbieren. Auch ist zu sehen, wie Männer in Frauenkleidung posieren oder wie zwei scheinbar weibliche Matrosinnen unter der Dusche erotische Szenen nachstellen.
Honors selbst äußerte sich nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Die Navy hatte die Videos bereits am Samstag in einer Stellungnahme als "unangemessen" kritisiert, nachdem sie gekürzt und zensiert auf der Website einer Lokalzeitung erschienen waren.
Der Kommandant eines Flugzeugträgers beleidigte in seinen Videos Schwule und Frauen. Nun wurde er vom Dienst suspendiert. zum Video
Bereits als die Filme über das Bordsystem gezeigt wurden, habe es Beschwerden darüber gegeben, wie unpassend die Filme seien. Die Klagen seien zunächst nicht nur ignoriert, sondern auch von Honors in den Filmen verspottet worden, berichteten die Medien weiter. Erst als das Oberkommando der Navy die Filme zu Gesicht bekam, wurde die Ausstrahlung verboten.
Die Navy hat insgesamt elf Flugzeugträger. Die "Enterprise" ist seit fast 50 Jahren im Dienst, sie war damals der erste Flugzeugträger, der mit Atomreaktoren angetrieben wurden. Ihr Heimathafen ist Norfolk im Bundesstaat Virginia.
Quelle: dpa , dapd
CT schrieb:
am 4. Januar 2011 um 21:21:14
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Selber schuld, wer sich das letzte Bißchen Verstand noch mit so einem Dreck vernebeln und die eigenen Leute da noch mit reinziehen
muß. Kann mir gut vorstellen, daß es da zugegangen muß wie bei den Affen. Eigentlich eine Schande für eine Armee, die überall Vorbild sein will. Gottseidank ist sowas in unseren Betrieben verboten, aber Ferkel gibt es immer wieder. Und wundern sich dann, wenn die Partnerin Hurra schreit und dankend Nein sagt.
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