10.09.2010, 09:39 Uhr
Pfarrer Terry Jones, hier mit Imam Muhammad Musri, sorgt mit seiner geplanten Koran-Verbrennung weiterhin für Verwirrung (Foto: AFP)
Der radikale US-Pastor Terry Jones aus Florida hat seine geplante Koran-Verbrennung in ein absonderliches Verwirrspiel verwandelt. Kurz nach einer öffentlichkeitswirksamen Absage der weltweit kritisierten Aktion kündigte er schon wieder eine mögliche Kehrtwende an. "Wir sagen die Veranstaltung nicht ab, aber wir setzen sie aus", sagte Jones dem Fernsehsender NBC. Kurz vorher hatte er noch bekräftigt, das Vorhaben definitiv nicht umzusetzen.
Das Hin und Her begründete er damit, dass sich die angeblichen Voraussetzungen für die Absage der Bücherverbrennung wieder geändert hätten. Sie beruhte nach seinen Angaben auf einer Vereinbarung mit der muslimischen Gemeinde in New York, dass der umstrittene Bau einer Moschee in der Nähe vom Ground Zero an anderer Stelle verwirklicht werden soll. Dieser von Jones proklamierte Kompromiss wurde jedoch unmittelbar nach der Verkündung von allen Seiten dementiert.
Am Ground Zero waren am 11. September vor neun Jahren die Zwillingstürme des World Trade Centers von islamistischen Terroristen zum Einsturz gebracht worden. Jones, Pastor einer Kirchengemeinde mit nur 50 Mitgliedern, hatte die Koran-Verbrennung aus Anlass dieses Jahrestages angesetzt und damit Empörung in aller Welt ausgelöst.
Der für den Moscheebau in New York zuständige Imam Feisal Abdul Rauf hatte die Aussagen des Pastors deutlich zurückgewiesen. "Ich bin sehr überrascht über ihre Ankündigung", teilte er in einer Erklärung mit. "Wir werden nicht mit unserer noch mit irgendeiner anderen Religion spielen, noch werden wir einen Tauschhandel treiben."
Auch die Entwickler des muslimischen Kulturzentrums "Park51" bezeichneten die Ankündigung als haltlos. "Es ist unwahr, dass Park51 woanders gebaut wird. Das Projekt wird wie geplant fortgeführt", sagte Sharif El-Gamal, der Planer des Komplexes.
Jones hatte in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz gesagt, er habe sich in einem Gespräch mit dem Präsidenten der islamischen Gesellschaft von Zentral-Florida, Imam Muhammad Musri, über die Verlegung der geplanten Moschee verständigt. Dieser habe in Kontakt mit dem Imam der betreffenden New Yorker Gemeinde gestanden. Musri, der die Angaben bei der Pressekonferenz zunächst bestätigte, ruderte später zurück und dementierte, mit Rauf gesprochen zu haben.
"Nach dem, was wir hören, sind wir gezwungen, unsere Entscheidung zu überdenken", sagte Jones dem Sender NBC weiter. Da sich die vermeintliche Einigung anscheinend nicht verwirklichen lasse, sei nun alles wieder auf Anfang.
Die geplante Verbrennung des heiligen Buches der Muslime hatte die US-Regierung zunehmend beunruhigt. Auch Präsident Barack Obama hatte sich eingeschaltet. Er appellierte an Jones, auf den "zerstörerischen Akt" zu verzichten. Später war es sogar zu einer persönlichen Kontaktaufnahme der Regierung mit dem Pastor gekommen. US-Verteidigungsminister Robert Gates hatte Jones angerufen, um ihn von der Aktion abzuhalten, weil sie das Leben vieler amerikanischer Soldaten im Ausland gefährden würde.
Quelle: dpa
ebk schrieb:
am 10. September 2010 um 19:05:50
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pastor jones
Also zunächst einmal der Pastor ist ein Spinner, und nimmt billigend in kauf das wenn er seine Drohung war macht
viele
unschuldige Christen in muslimischen Ländern in schwere Gefahr bringt.
Das kann er doch gar nicht bewirken das eine Moschee am Ground Zero nicht gebaut
wird, weil doch alles von Behörden freigegben worden ist. Nur das hat mit Sicherheit nichts mit dem Ground Zero
zu tun sondern das ist blanker Hass. Die Regierung muß handeln und den Priester davon abbringen
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Alfred.E.Neumann schrieb:
am 10. September 2010 um 18:22:33
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Bücherverbrennung
Da wo Bücher brennen, sieht es schlecht aus !
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Fante schrieb:
am 10. September 2010 um 17:49:56
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Scheiterhaufen
Ich vermute Terry Jones ist nicht bekannt, dass die Muslime Jesus als einen Propheten ansehen, über ihn zu lästern gehört
bestraft, zumindest für einen Muslim. Verbrennt er den Koran, brennt er auch Jesus.
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