12.02.2010, 17:30 Uhr
Wegen versuchten Totschlags hat die Polizei den Anführer der Motorradbande Hells Angels in Flensburg (Schleswig-Holstein) verhaftet. Ein Richter ordnete noch am Mittwoch Untersuchungshaft an. Der 36 Jahre alte Rocker soll im September 2009 mit einem Auto ein Mitglied des verfeindeten Motorradclubs Bandidos aus Neumünster absichtlich von der Autobahn 7 gedrängt haben, wie das Landeskriminalamt in Kiel mitteilte. Das 24 Jahre alte Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Zudem wurden das Vereinsheim und mehrere Wohnungen von Hells-Angels-Mitgliedern durchsucht: sie sollen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Bei einer Durchsuchung im November 2009 hatten die Ermittler in einer Flensburger Autowerkstatt ein Waffenarsenal mit Maschinenpistolen, Schrotflinten, Pumpguns, Revolvern, Pistolen und Sprengstoff gefunden. Die im Landeskriminalamt eingerichtete Sonderkommission Rocker konnte nun eine Verbindung zwischen den Kriegswaffen und Hells-Angels-Mitgliedern nachweisen.
Quelle: dpa
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