19.09.2011, 18:12 Uhr
Vier Meter langes Skelett eines Fischsauriers entdeckt. (Quelle: dpa)
Braunschweiger Forscher haben das fast vollständig erhaltene Skelett eines Fischsauriers entdeckt. "Das ist eine große Sensation", sagte Ulrich Joger, Direktor des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig.
Ausgegraben wurde das etwa vier Meter lange und vermutlich 175 Millionen Jahre alte Skelett auf einem Gelände am nordöstlichen Stadtrand von Braunschweig. "Das ist das fünfte Exemplar eines Fischsauriers, das in den vergangenen 100 Jahren in Norddeutschland gefunden wurde", verdeutlichte Joger die Bedeutung des Fundes.
Die Forscher waren selbst total überrascht: Ein Bagger sollte am Freitag zunächst das Gelände vorbereiten, auf dem die Wissenschaftler gemeinsam mit dem Förderkreis Umwelt- und Naturschutz ein auf fünf Jahre angelegtes Grabungsprojekt vorhaben. Kaum hatten die Baggerarbeiten begonnen, zeigten Erdverfärbungen und erste Knochenfragmente nur 50 Zentimeter unter der Erdoberfläche den Fund an.
"Der Bagger wurde sofort gestoppt", berichtete Joger. Eigentlich hatten die Wissenschaftler erst in einigen Metern Tiefe mit interessanten Funden gerechnet. "Vielleicht ist das Skelett noch jünger, dann wäre es eine noch größere Sensation", meinte Joger mit Verweis auf die Lage des Fundes so dicht an der Erdoberfläche. Noch eine Woche soll es etwa dauern, bis das versteinerte Skelett geborgen ist und dann im Museum genau untersucht wird. Bis ein genaues Ergebnis vorliegt, werden jedoch Monate vergehen.
Quelle: dpa
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