Einigung erzielt: Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für H1N1-Impfungen für die Hälfte ihrer Versicherten (Foto: dpa)
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat sich mit den Krankenkassen über die Finanzierung der Schweinegrippe-Impfung geeinigt. Danach übernehmen die Krankenversicherer die Kosten der geplanten Massenimpfungen für 50 Prozent ihrer Versicherten. Darüber hinausgehende Kosten muss der Steuerzahler tragen.
Nach der Einigung mit den Krankenkassen geht Schmidt davon aus, dass die entsprechende Rechtsverordnung am kommenden Mittwoch vom Kabinett beschlossen wird.
Impfstoff für 30 Prozent der Deutschen
Der Impfstoff soll Ende September oder Anfang Oktober geliefert werden, sagte die Gesundheitsministerin. In einem ersten Schritt sollten rund 50 Millionen Dosen für 30 Prozent der Bevölkerung bereit gestellt werden.
Kassen drohen mit Beitragserhöhung
Noch in der vergangen Woche hatten die Krankenkassen gedroht, die Beitragssätze 0,1 Prozentpunkte zu erhöhen, um die Mehrkosten der Massenimpfungen tragen zu können.