22.04.2007, 11:14 Uhr
Unionsfraktionschef Volker Kauder hat vor mehr als zehn Jahren den früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger einem Zeitungsbericht zufolge als Gegner der Nationalsozialisten bezeichnet. Filbinger sei "ein ausgewiesener Gegner des nationalsozialistischen Regimes" gewesen, hatte Kauder nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" im Juni 1993 gesagt.
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Fall Filbinger eine "Rufmordlegende"
Filbinger sei "schon als Student auf die schwarze Liste der 'politisch Unzuverlässigen' gesetzt worden", zitierte die "FAS" die Äußerung von Kauder aus dem Jahr 1993 weiter: "Er wurde von den Attentätern des 20. Juli nach geglücktem Staatsstreich für eine Mitarbeit vorgesehen wegen 'seiner persönlichen Integrität und antinationalsozialistischen Haltung'." Kauder war damals Parteigeneralsekretär in Baden-Württemberg. Kauder bezeichnete den Fall Filbingers demnach als eine "Rufmordlegende“. Auch der langjährige bayerische Kultusminister Hans Maier (CSU) sagte laut FAS im Juni 1983, Filbinger sei "von Anfang an Nazi-Gegner“ gewesen.
"In einer gewissen Tradition"
Somit stehe die umstrittene Äußerung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger auf Filbingers Beerdigung, dieser sei "Gegner des NS-Regimes“ gewesen, "in einer gewissen Tradition“, schreibt die F.A.S. Oettinger hatte am Montag seine Äußerung nach tagelanger Kritik zurückgenommen. #
Quelle: t-online.de
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