08.02.2012, 12:26 Uhr
München (dpa) - Der Fernsehempfang via Satellit hat in Deutschland erstmals das Kabelfernsehen überholt. Wie der Satellitenbetreiber Astra in München mitteilte, empfingen Ende 2011 rund 17,5 Millionen Haushalte ihr TV-Programm aus dem All und damit gut 200 000 mehr als via Kabel.
"Damit ist es uns in den letzten zwei Jahren gelungen, die Reichweite des Satelliten um mehr als 1,3 Millionen Haushalte zu steigern", sagte Astra-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer.
Weiter an Reichweite verloren hat das digitale Antennenfernsehen DVB-T, dass nach einem Minus von 180 000 Haushalten nun noch 1,8 Millionen Haushalte nutzen. Zwar auf einem insgesamt noch überschaubaren Niveau geht es für eine neuere Technik aufwärts: für den Fernsehempfang über das Internet, das sogenannte IPTV. Nach einem Plus von 330 000 überstieg die Zahl der Haushalte, die IPTV nutzen mit 1,3 Millionen erstmals die Millionenmarke. Die Zahlen stammen aus dem TV-Monitor 2011, den TNS Infratest für Astra erstellt.
Eine - wenn auch kleiner werdende - Baustelle bleibt der komplette Umstieg auf die digitale Satellitentechnik. Noch immer schauen rund 1,8 Millionen Haushalte analoges Satellitenfernsehen. Damit ist spätestens am 30. April allerdings Schluss, dann schalten die letzten Sender ihre analoges Signal ab. "Es gibt sicher noch viel zu tun für Sender, Handel, Hersteller und uns, um die Umstellung bis Ende April zu schaffen", sagte Elsäßer. Er sei aber zuversichtlich, dass bis zum Stichtag noch viele Fernsehgucker umsteigen werden.
Für die Industrie die Chance, den Verkauf von Empfangsgeräten noch mal kräftig anzukurbeln, denn wer noch einen analoges Empfangsgerät (Receiver) daheim hat, muss sich kümmern und ein neues Gerät kaufen. Schon zum Jahreswechsel hatten der Männersender DMAX, der Musikkanal Viva und Comedy Central ihr analoges Satellitensignal abgeschaltet und sind nur noch digital zu empfangen. Für Haushalte, die einen Kabelanschluss haben, ihr Fernsehprogramm über DVB-T oder aber internetbasiertes IPTV beziehen, ändert sich aber nichts.
Die Abschaltung des analogen Signals aus dem All schafft unter anderem Platz für den Ausbau von hochauflösenden Programmen (HD). Aber auch die Bild- und Tonqualität steigt. Bereits seit zehn Jahren wird neben dem analogen Signal auch digital gesendet, die meisten Zuschauer, die über eine Schüssel auf dem Dach oder auf Balkon ihr Programm empfangen, haben längst umgerüstet. Gut 85 Prozent aller Sat-Haushalte können der Umstellung ganz gelassen entgegen sehen.
Quelle: dpa
Lothar schrieb:
am 8. Februar 2012 um 13:22:05
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Satellit erstmals vor Kabel
Das ist kein Wunder. Wer die Möglichkeit für digitalen Satellitenempfang hat: Preiswerter, und dann noch
möglichst in HD, besser und billiger geht es halt nicht. DVBT (wie z.Zt.) in D. fehlt die Klasse von HD.(Breitbandigkeit) Für HD, möglich bei DVBT 2, fehlen offensichtlich die Frequenzen. Die kann der Staat besser für viel Kohle verkaufen. Bei Kabelempfang zahlt der Kunde ständig leider wie immer zu.
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