08.04.2011, 09:52 Uhr
Dutzende Briefe von Bundeswehr-Soldaten sollen auf dem Weg von Afghanistan nach Deutschland geöffnet oder entwendet worden sein (Foto: dpa)
Das Verteidigungsministerium hat die Feldpost-Affäre bei der Bundeswehr für beendet erklärt. Umfangreiche Prüfungen hätten "keinen Anhalt für ein Fehlverhalten von Angehörigen der Bundeswehr oder Angehörigen der Deutschen Post AG ergeben", heißt es in einer Stellungnahme des Verteidigungsministeriums vom 5. April, die der "Berliner Zeitung" vorliegt.
Auch gebe es keine Anhaltspunkte "für die systematische Öffnung von Feldpostsendungen". Es handle sich vielmehr um Einzelfälle.
Das Ministerium geht laut dem Papier davon aus, dass es in der Regel die Absender selbst gewesen sein sollen, die Feldpostsendungen unsachgemäß verschlossen oder Paketinhalte unzureichend verpackt hätten. Jene Fälle, in denen Feldpostbriefe tatsächlich verloren gegangen seien, seien nicht mehr nachvollziehbar. Gleichzeitig aber wurde laut dem Blatt darauf verwiesen, dass die Staatsanwaltschaft Darmstadt Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen habe, die "drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen" dürften.
Anfang des Jahres hatten Klagen von Bundeswehrsoldaten gegenüber dem Wehrbeauftragten des Bundestags, Hellmut Königshaus (FDP), für Aufregung gesorgt. Demnach sollten Dutzende von Briefe auf dem Weg von Afghanistan nach Deutschland geöffnet und teilweise entwendet worden sein.
Quelle: AFP
Oerli44 schrieb:
am 8. April 2011 um 11:16:22
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Bundeswehr und ihre Affären
Gorch-Fock-Vorfälle, Feldpostaffäre...usw... Es gilt nach wie vor der alte Satz: "Eine Krähe hackt der
anderen Krähe kein Auge aus!". Die Behandlung beider Vorfälle durch BUNDESWEHR-Dienststellen lässt doch gar keine anderen Schlussfolgerungen zu. Das ist das Gleiche, als wenn ich jemanden einen Schaden zufüge und MEIN Anwalt über meine Schuld befindet.
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Rentner K schrieb:
am 8. April 2011 um 11:03:33
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Feldpost-Affäre
Es war ja zu erwarten, dass diese frechste Behauptung kommt, die Absender seien selbst schuld gewesen, da sie die Póst
nicht richtig zugeklebt hätten. So ist jeder, der bestohlen oder gar ermiordert wird, selber schuld, weil er nämlich einen Besitz hatte oder überhaupt gelebt hat. Hätte er gar nichts gehabt, wäre er nicht bestohlen woirden, und wenn er nicht gelebt hätte, hätte er auch nicht ermordet werden können. Doch so verquer kann nur ein Staatsapparat denken. So ist auch seine Politik.
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Politolix schrieb:
am 8. April 2011 um 10:39:07
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Feldpost-Affäre
Die BW hat im Moment viel größere Probleme als die Feldpost!Neben der BW Reform und dem Einsatz in A. steht jetzt doch
ein Einsatz in Libyen bevor.In A. begann man auch zunächst als humanitäre Einsatztruppe.
Wann wird man diesmal von einem Kriegseinsatz sprechen? Wenn der erste Soldat bei der Begleitung eines Hilfskonvois getötet oder verletzt wird?Tatsache ist, dass unsere Außenpolitik schwankt je nachdem ob Wahlen anstehen.Erst im September geht es ja weiter!
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