29.12.2011, 09:31 Uhr
In Philipp Röslers FDP rumort es (Quelle: ddp)
Der von Personalquerelen und schlechten Umfragewerten geplagten FDP sind im zu Ende gehenden Jahr massiv die Mitglieder davon gelaufen. Ihre Zahl sank um mehr als 5000 auf 63.416, berichtet die "Frankfurter Rundschau" unter Berufung auf eine eigene Umfrage. Mit einem Minus von rund 7,5 Prozent erlebe die FDP den stärksten Einbruch seit 15 Jahren.
Gleichzeitig verbuchten die Grünen dem Bericht zufolge einen neuen Rekordwert: Sie wuchsen um rund 6000 Anhänger (plus 11,3 Prozent) auf 58.959 Mitglieder. Stichtag war jeweils der 20. Dezember.
Der Berliner Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer sagte der Zeitung, in beiden Fällen handele es sich um sehr deutliche Ausschläge. "Die sind am oberen Rand dessen, was man normalerweise sieht." Während die FDP die Quittung für ihre magere Regierungsbilanz erhalte, hätten die Grünen offenbar stark von der Berichterstattung über die Atomkatastrophe von Fukushima profitiert.
Als "nicht überraschend" bezeichnete Niedermayer den anhaltenden Schrumpfungsprozess der Volksparteien. CDU und SPD zählen demnach erstmals weniger als eine halbe Million Mitglieder. Während die CDU vom Jahresanfang bis Ende Oktober rund 2,3 Prozent ihrer Mitglieder verlor und nun bei 493.846 liegt, konnte die SPD den negativen Trend etwas verlangsamen und hat mit einem Minus von 1,7 Prozent jetzt noch 493.664 Mitglieder. "Bei der CDU schlagen sich die Turbulenzen der Regierung nieder", sagte Niedermayer: "Die SPD hat sich wieder gefangen. Das sieht man auch in den Umfragen."
Ungebremst ist der personelle Abwärtstrend bei der Linkspartei. Sie verlor knapp 4000 Anhänger (minus 5,2 Prozent) und zählt nun noch 69.800 Parteimitglieder.
Die schlechten Umfrageergebnisse und der Mitgliederschwund tragen kurz vor dem traditionellen Dreikönigstreffen der FDP nicht zur Verbesserung der Stimmung bei - es rumort bei den Liberalen. Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum warf der Parteispitze vor, sie habe es nicht vermocht, die FDP aus dem Tief herauszuholen. "Die FDP ist in einer Existenzkrise. Die ist nicht hoffnungslos, aber es muss jetzt energisch an Inhalten gearbeitet werden, sonst gehen die Wahlen in Schleswig-Holstein im Frühjahr verloren", sagte er der "Augsburger Allgemeinen".
Zur parteiinternen Debatte darüber, dass Fraktionschef Rainer Brüderle nicht beim Dreikönigstreffen sprechen soll, sagte Baum: "Ich würde Wolfgang Kubicki sprechen lassen, der hat in Schleswig-Holstein den nächsten Wahlkampf zu führen." Obwohl die FDP in den Umfragen seit Monaten nur noch bei zwei bis drei Prozent liegt, hält Baum die schwarz-gelbe Regierung für stabil. Über Außenminister Guido Westerwelle sagte er: "Die Umfragen sagen, dass er der Partei im Moment nichts nützt."
Thüringens FDP-Generalsekretär Patrik Kurth forderte die Parteiführung auf, Brüderle, "einen der stärksten Redner der FDP", beim Dreikönigstreffen auftreten zu lassen. Jetzt müssten die Liberalen zeigen, was sie können, sagte er der "Leipziger Volkszeitung". Dafür sollte die FDP "aus allen Rohren schießen". Das Dreigestirn Parteichef, Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender könne beim Dreikönigstreffen zeigen, wie gut es zusammenspielen könne.
Bislang ist vorgesehen, dass Brüderle - aus Sicht vieler Liberaler der eigentlich starke Mann in der FDP - nicht am 6. Januar redet. Er soll am Vortag beim FDP-Landesparteitag in Stuttgart sprechen, der traditionell dem Dreikönigstreffen vorgeschaltet ist.
Quelle: dpa , dapd
Haas schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 17:24:32
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FDP
Auf wiiiiedersehn das leben geht auch ohne FDP weiter, dann fahren halt andere Parteien das Land an die Wand, wen juckt eingentlich
überhaupt noch irgendwas, was in unser Politik so abgeht. Wir werden nonstop mit Strategie-wie kann ich wen wo Fertigmachpolitik überschüttet: Ergebnis Politikverdrussenheit - so kann man das Volk auch Mundtot machen !! bin seit 30 Jahren überzeugter NICHTWÄHLER, noch überzeugt mich KEINER meine Meinung zu ändern.....so ein Kasperletheater wer nimmt das noch ernst?
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sommerzeit schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 17:19:41
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Rösler
Man muss nur mal klar Position beziehen. Dann wird man auch gewählt. Würde die FDP z. B. die Zeitumstellung (Winterzeit-Sommerzeit)
abschaffen würden sie vermutlich die 5% Hürde nehmen. So einfach ist Politik
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pro atom renate schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 17:18:55
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fdp
da die fdp als einzige partei gegen eine umverteilungspolitik ist und sich für das leistungsprinzip und den schlanken staat einsetzt ist
sie alternativlos.ich lebe gerne in einer kapitalistischen welt da es keine gerechtere gesellschaftsform gibt.jeder ist seines glückes schmied ob unternehmerkind oder kind einer putzfrau.wer fleissig ist kann dank der chancengleichheit die von der fdp erstritten wurde alles werden.
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