30.08.2011, 11:39 Uhr
Vom Kunden kaum akzeptiert: Der sogenannte Biokraftsoff E10 (Quelle: dpa)
Die FDP erklärt die Einführung des Biosprits E10 für gescheitert und fordert Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zum Handeln auf. Es könne nicht sein, dass sich die Branche an der Biokraftstoffquote vorbeimogelt und mögliche Strafzahlungen bei den Kunden eintreiben wolle, sagte FDP-Fraktionsvize Patrick Döring. Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, gibt der Politik eine Mitschuld am E10-Chaos.
Die Mineralölwirtschaft hatte eingeräumt, dass sie die erwarteten Strafzahlungen für die Nichteinhaltung der Biospritquoute auf den Benzinpreis umlegt.
Döring sagte der "Passauer Neuen Presse", die "Beimischungsstrategie" sei gescheitert. "Wir müssen wieder stärker auf reinen Biodiesel setzen, um die Biokraftstoffquote zu erfüllen." Döring forderte Minister Röttgen auf, hierfür ein Konzept vorzulegen.
Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle rückt von der Einführung des Biosprits ab. Er räumte ein, der von ihm noch als Wirtschaftsminister zusammen mit Röttgen im März veranstaltete E10-Gipfel "hat die erwarteten und angemeldeten Ergebnisse nicht gebracht".
Er werde das Thema daher in seiner Fraktion wieder zur Sprache bringen, "bis dahin, dass man darüber neu nachdenken muss", sagte Brüderle der "Saarbrücker Zeitung".
DIW-Expertin Kemfert rechnet nach dem Eingeständnis der Mineralölbranche über die Preisaufschläge auf herkömmlichen Sprit mit einer Verschärfung des E10-Streits.
"Erstaunlich ist, dass die Mineralölkonzerne nun eigenständig zugeben, die Strafzahlungen nicht selbst zu zahlen. Damit forcieren sie Konflikte mit der Politik, dem Kartellamt und vor allem den Autofahrern", sagte Kemfert der "Passauer Neuen Presse".
Sie sieht die Politik in der Mitverantwortung für die Misere: "Sie hätte durch gezielte Vorgaben und gute Vorbereitung ein derartiges Chaos verhindern können", sagte Kemfert. Die stärkere Nutzung von Biokraftstoffen hält sie für richtig.
Quelle: dpa , dapd
Microbe schrieb:
am 30. August 2011 um 10:23:34
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Abzocker Staat
@Oto: Die Minneralölkonzerne verdienen am Liter Spritt zwischen 10 + 20 cent den Rest kassiert der Staat! Also mit Deinen 70%
biste ein bischen zu niedrig!
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Andreas schrieb:
am 30. August 2011 um 10:22:19
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E 10 ist durchgefallen
Der neue Treibstoff wurde nicht ausreichend auf negative Folgen getestet, durch die Biospritindustrie hungern
inzwischen Millionen Menschen, das Produkt konnte nicht überzeugend vermarktet werden. Es ist am Markt durchgefallen, es muß aussortiert werden. Stattdessen kungeln Regierung und Ölmultis, die meinen, ein natürliches Recht darauf haben, die Kosten für Mißmanagement vom fahrenden Volke ersetzt zu bekommen. Das ist finsterer Monopolkapitalismus!!
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Vera schrieb:
am 30. August 2011 um 10:20:57
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vom ADAC bin ich ausgetreten
In Deutschland ist alles aus den Fugen geraten, unsere Politiker allesamt
bekommen nichts mehr auf die Reihe,
brauchen wir solche "Volkksverteter ?"
Neuwahlen - wem denn ? Nachbars Hund kann auch nur bellen und nicht beißen.
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