19.09.2011, 14:41 Uhr
Schützt Olaf H. ein Familienmitglied? (Quelle: dpa)
Im Prozess um die Ermordung des zehnjährigen Mirco ist das Gericht einer seit Wochen kursierenden Spekulation nachgegangen. Es geht um die Frage, ob der Angeklagte mit einem falschen Geständnis möglicherweise ein Familienmitglied schützt. Das Krefelder Landgericht lud überraschend zwei Ex-Frauen des mutmaßlichen Mörders Olaf H. erneut in den Zeugenstand.
Hintergrund ist, dass auf einem Computer im Haus des Angeklagten Pornografie mit Minderjährigen gefunden worden war. Der Angeklagte selbst ließ über seinen Verteidiger mitteilen, die pornografischen Fotos seien "definitiv nicht" von ihm.
Eine der Frauen hatte zudem ausgesagt, sie könne sich vorstellen, dass Olaf H. mit seinem Geständnis jemanden schütze. Für sie gebe es mit Blick auf das Geständnis nur zwei Möglichkeiten, sagte die zweite Ex-Frau von Olaf H. "Entweder sind es wirklich zwei Persönlichkeiten oder er schützt jemanden". Sie habe dafür aber keinen konkreten Anhaltspunkt, sondern könne sich einfach nicht vorstellen, dass ihr Ex-Mann den Mord begangen haben könne, erläuterte sie bei ihrer erneuten Vernehmung.
Auch der Vorsitzende Richter Herbert Luczak betonte, das Gericht habe keinen konkreten Anhaltspunkt dafür, dass die Spekulation zutreffen könne. Im Laufe des Tages sollte eine weitere Person aus dem persönlichen Umfeld des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen werden. Der Vorsitzende Richter betonte mehrfach, dass es keinen Anlass gebe anzunehmen, dass die Person etwas mit der Tat zu tun habe. Aber: "Die gedankliche Offenheit müssen wir uns immer bewahren."
Seit zwei Monaten steht Olaf H. vor dem Krefelder Landgericht, angeklagt als der Mann, der den zehnjährigen Mirco aus Grefrath am 3. September 2010 auf dessen Nachhauseweg entführt, missbraucht und ermordet haben soll. Olaf H. hat zehn Varianten des Geschehens abgeliefert. Bis zum Mord war er strafrechtlich unbescholten und unauffällig.
Quelle: dapd , dpa
Susanne schrieb:
am 19. September 2011 um 19:44:22
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Mirco
Quatsch. Das ist bestimmt nur ein Trick damit er nicht verurteilt wird. Der war das meiner Meinung nach. Warum sollte ein
"unbescholtener" Bürger plötzlich zum Monster werden um einen anderen zu schützen.Glaube ich nie im Leben.
der weiß doch was ihn im Knast von anderen Insassen erwartet wenn sie ihn zu fassen kriegen. Und das mit Recht.
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Karin Weber schrieb:
am 19. September 2011 um 16:38:53
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Abwarten
Wir sind ja von der Justiz und den Ermittlungsbehörden so einiges gewohnt. Denkt nur mal an den Fall Kachelmann und Hoffmann aus
Kassel. Also ich vertraue niemandem mehr, nur mir selbst.
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