21.03.2011, 14:03 Uhr
Bei einer Explosion von Methangas in einem Kohlebergwerk im Südwesten Pakistans sind womöglich alle 52 Kumpel ums Leben gekommen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls unter Tage befunden hatten. Rettungskräfte hätten nach dem Grubenunglück am Sonntag bereits 24 Leichen aus der Mine geborgen, teilte ein Mineninspekteur mit.
Allerdings werde die Suche nach den verschütteten Bergarbeitern durch das giftige Methangas, das noch in der Luft ist, sowie den brüchigen Zustand der Mine erschwert. Die Chance, Kumpel lebend zu bergen, sei aber gleich null, sagte der Inspekteur. Helfer setzten bei der Suche Hände und Schaufeln ein.
Das Unglück ereignete sich in einer Mine in der Provinz Baluchistan, rund 40 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Quetta. Das Kohlebergwerk war erst vor zwei Wochen als gefährlich deklariert worden; die Warnung sei aber missachtet worden.
Mehr als 200 Menschen warteten vor dem Eingang zur Mine auf Neuigkeiten von der Rettungsaktion - darunter viele Bergarbeiter, deren Freunde oder Angehörige in der Mine eingeschlossen waren. Sieben der bislang geborgenen Toten stammten von einer einzigen Familie aus dem Swat-Tal. Vor der Mine waren 20 hölzerne Särge aufgestellt, in Vorbereitung auf die Bergung weiterer Leichen.
Quelle: dapd
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