
18.05.2011, 11:05 Uhr
Unverkäufliche Ernte: Im Osten Chinas ist ein Großteil der Melonenernte explodiert (Foto: dpa)
Fliegendes Fruchtfleisch, Felder voller süßer Trümmer: Im Osten Chinas ist ein Großteil der Melonenernte explodiert. Offenbar haben Landwirte ein Düngemittel zu hoch dosiert.
Er könne nicht mehr schlafen, sagte Liu Mingsu. Die Bilder der explodierten Früchte gingen ihm nicht aus dem Kopf. Wie Schrapnellen sei das Fruchtfleisch der Melonen umhergeschossen. Frucht um Frucht sei geplatzt, drei Hektar seiner Ernte vernichtet, klagte Landwort Liu gegenüber Fernsehreportern. Zurück blieben Felder voller Melonentrümmer.
Im Osten Chinas ist ein Großteil der Melonenernte geplatzt. Offenbar haben Landwirte ein Düngemittel zu hoch dosiert. zum Video
"Am 7. Mai bin ich aufs Feld gegangen und habe 80 geplatzte Wassermelonen gesehen, aber am Nachmittag waren es schon 100", sagte Liu dem Fernsehsender CCTV. "Zwei Tage später habe ich mir schon nicht mehr die Mühe gemacht, zu zählen."
Vielen Bauern in der ostchinesischen Provinz Jiangsu erging es so: Ihre Ernte ist einfach explodiert - wie Landminen seien die Melonen hochgegangen, heißt es in Medienberichten. Viele Felder in Jiangsu seien mit kaputten Früchten übersät, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV.
Schuld sei eine Chemikalie, die das Wachstum der Früchte beschleunigen soll: Forchlorfenuron. Das Mittel sei laut Agrarexperten unsachgemäß eingesetzt worden: Die Bauern hätten es zu spät versprüht, während der Regenzeit. Somit geriet das Wachstum der Melonen außer Kontrolle.
Wegen der hohen Preise für Wassermelonen im vergangenen Jahr seien viele Landwirte neu in den Markt eingestiegen. Die nun geschädigten Bauern hatten laut CCTV offenbar alle zum ersten Mal Forchlorfenuron verwendet. Auf einem Großhandelsmarkt im nahe gelegenen Shanghai seien die meisten der angebotenen Wassermelonen offenbar ebenfalls mit der Chemikalie behandelt worden. Die Früchte seien deformiert und faserig und hätten weiße anstatt schwarze Samen.
Der Einsatz von Forchlorfenuron ist in China nicht verboten. Doch in dem Land werden zahlreiche Pestizide und Düngemittel in der Landwirtschaft vielfach illegal verwendet. Nach Meinung von Feng Shuangqing, Professor an der Chinesischen Agrar-Universität, zeigt das Problem mit den Melonen, dass klarere Richtlinien für den Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft und ein verbesserter Verbraucherschutz notwendig seien. Die Regierung in Peking hat sich bereits besorgt geäußert über den weitverbreiteten und übermäßigen Einsatz von Farb- und Süßstoffen in Lebensmitteln.
Bauer Liu Mingsuo hat seine geplatzte Ernte inzwischen eingefahren. Er verfütterte die zermatschten Früchte an seine Tiere.
boj/dapd
Quelle: Spiegel Online
Karl schrieb:
am 17. Mai 2011 um 20:26:28
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Freizeitbio
Das Gemüse beim Discounter ist zwar billig,aber... .Jeder Apfel hat die selbe Größe,einfach überflüssig.Wenn in meinen Apfel
ein Wurm steckt,dann schneide ich ihn raus und fertig.Melonen aus china,das ist nicht so mein Ding.Jedem das Seine.
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Experte schrieb:
am 17. Mai 2011 um 20:15:18
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Melons
Aha, Chinas Geheimwaffe: "Biobomben".
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A.C.A.B. schrieb:
am 17. Mai 2011 um 20:02:54
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China-Müll
Ick sag es immer wieder:Nix aus China,Klamotten halten nicht,Autos sind gefährlich,Designs und Know How werden gnadenlos geklaut
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