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Euro-Krise: Überraschende Einigung von Merkel und Sarkozy

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Euro-Krise: Merkel und Sarkozy einigen sich überraschend

21.07.2011, 09:21 Uhr

Merkel und Sarkozy sind sich einig. (Screenshot: dapd) EU-Sondergipfel: Merkel und Sarkozy sind sich einig

Deutschland und Frankreich erreichen "gemeinsame Position" zu Griechenland nach 7-stündigem Ringen.

Der Gipfel vor dem Gipfel: Deutschland und Frankreich haben überraschend den Weg für ein zweites Griechenland-Rettungspaket geebnet. Damit kann der EU-Sondergipfel in Brüssel zur Euro-Krise doch noch ein Erfolg werden.

Am Ende machen es die Chefs allein. Genauer gesagt zwei Chefs: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Ihre "gemeinsame Position", die sie nach mehr als sechsstündigem Ringen im Kanzleramt in der Nacht zum Donnerstag gefunden haben, aber nicht preisgeben wollen, soll die entscheidende Weichenstellung für den Gipfel sein, der am Mittag in Brüssel beginnt: Ein Ja der zerstrittenen EU-Länder zu einem zweiten Rettungspaket, das für Griechenland überlebenswichtig sein dürfte.

Sind sich Deutschland und Frankreich als die beiden wohl einflussreichsten EU-Staaten einig, ziehen die anderen Staats- und Regierungschefs nach, hofft man. Andernfalls gibt es keine Lösung.

Bislang entscheidender Widersacher

Als sich die Nachricht verbreitet hatte, dass Sarkozy wegen der Griechenland-Krise die Kanzlerin in Berlin treffen werde, lautete der Kommentar deutscher Finanzexperten: Fehlt nur noch der EZB-Chef. Denn der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, sei wie Sarkozy einer der entscheidenden Widersacher von Merkel bei der Rettung Athens. Sie wollen vor allem anders als Deutschland keine verbindliche Beteiligung von Banken und Versicherungen. Die EZB und französische Banken haben umfangreich griechische Staatsanleihen gezeichnet und somit viel zu verlieren. Am Abend flog Trichet überraschend ein. Die Runde war komplett.

Obwohl keine Ergebnisse des Dreier-Treffens mitgeteilt wurden, galt es schon als hoffnungsvolles Zeichen, dass sich Sarkozy, Merkel und Trichet nur wenige Stunden vor Beginn des Sondergipfels allein getroffen haben. Mit der nun verkündeten deutsch-französischen Position scheinen Merkel und Sarkozy die Kuh vom Eis geholt zu haben. Und wenn auch noch die EZB mit den Vorschlägen einverstanden ist, dürfte einem Gipfelbeschluss zum zweiten Griechenland-Paket nichts mehr im Wege stehen.

Die Lust ist gestiegen

Die Kanzlerin hatte bislang keinen Hehl daraus gemacht, was sie von dem EU-Sondergipfel hielt: nichts. Vorige Woche hatte sie die Voraussetzung für ein Treffen klar benannt: Es müsse ein fertiges Programm für Athen vorliegen. "Das kann man jetzt nicht sagen." Am Dienstag trat sie weiter auf die Bremse und dämpfte Erwartungen, dass Griechenlands Zahlungsfähigkeit auf lange Sicht gewährleistet und andere Kandidaten aus dem Krisen-Sog herausgehalten werden könnten. Es werde den abschließenden, großen Schritt nicht geben - "auch nicht am Donnerstag", sagte Merkel.

Ihre Lust, ohne Aussicht auf ein großes Ergebnis nach Brüssel zu reisen, hielt sich deutlich in Grenzen. Nun sieht es anders aus. Merkel fährt zum Gipfel - und das mit Absprachen mit Sarkozy und Rücksprache mit Trichet und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy als Sicherheit. Merkels Devise: Am besten Ergebnisse erzielen, die über den Erwartungen liegen - die sie vorher selbst heruntergeschraubt hat. Wer sich am Ende durchgesetzt hat, ob die Banken doch stärker in die Pflicht genommen werden oder es eine von der EZB bisher strikt abgelehnte Umschuldung geben wird, blieb in der Nacht noch offen.

Mächtige Banker dabei

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung werden die Manager einiger europäischer Spitzenbanken den Gipfel in Brüssel begleiten, unter ihnen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Die Banker sollen ihr Ja zu einer Kostenbeteiligung signalisieren, bevor sie beschlossen wird.


Quelle: dpa , dapd

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Kommentare (496)

zum Forum

Thema: "Euro-Krise: Überraschende Einigung von Merkel und Sarkozy"

der fliegende pfaffe schrieb: am 21. Juli 2011 um 18:46:33
(0) (0) eu und euro sind gut
aber die finsteren mächte welche regieren und ihre strippenzieher, bänker spekulanten etc. sollten auf eine
griechische insel verbannt werden. halleluja
mehr Kommentar melden

Ziu57 schrieb: am 21. Juli 2011 um 18:38:05
(0) (0) Deutsche Bevölkerung sollte Europa dankbar sein
Besonders Deutschland sei in jeder Beziehung auf Europa angewiesen. „Eine von 66
kriegsfreien Jahren verwöhnte Bevölkerung vergißt offensichtlich zu rasch, daß Friede , politische Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit, ohne Schranken innerhalb Europas Geld zu verdienen, studieren und reisen zu können, nicht zum Nulltarif zu haben sind“, beklagte Straubhaar. Auch wenn Deutschland es heftig ablehne, setze eine „Haftungsunion“ den Weg in eine „Transferunion“ unweigerlich fort.
mehr Kommentar melden

Ziu57 schrieb: am 21. Juli 2011 um 17:53:43
(0) (0) Nun nennt Sarkozy Deutschland egoistisch hinsichtlich mangelnder Solidarität
Sarkozy ist vom gleichen Schlage wie die Privatbänker. Sie
müssen ihre Darlehen über EU - Segensreich, doppelt einfahren, bevor der Euro abschmiert. Der Schuldzins Europas wird zukünftig ausbleiben - nach der Hyperinflation.
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