27.03.2006, 11:00 Uhr
Die Verkehrsminister der 25 EU-Staaten haben beschlossen, dass es bald einen einheitlichen Führerscheins gibt. Spätestens 2031 müssen Autofahrer in der Europäischen Union ihre vorhandene Fahrerlaubnis gegen das neue Modell im Scheckkartenformat umtauschen.#
Kampf gegen Führerscheintourismus
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee erhofft sich ein leichteres Vorgehen gegen den so genannten Führerscheintourismus. Bisher konnte sich ein Verkehrssünder nach dem Entzug seines Führerscheins eine neue Fahrerlaubnis in einem anderen EU-Staat besorgen. "So etwas wird es nun nicht mehr geben", sagte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot.
Zehn Jahre gültig
Lange Übergangsfristen sollen Kosten und Bürokratie möglichst gering halten. Die Richtlinie soll in zwei Jahren in Kraft treten. Dann haben die Mitgliedstaaten vier Jahre Zeit, die Regelung in nationales Recht umzusetzen. Danach beginnt eine Umtauschfrist von 20 Jahren. Die neuen Führerscheine sollen je nach Mitgliedstaat zehn bis 15 Jahren gültig bleiben und müssen dann wie Personalausweise erneuert werden.
Quelle: dpa
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