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ETA verkündet Ende des bewaffneten Kampfes

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ETA verkündet Ende des bewaffneten Kampfes

21.10.2011, 08:36 Uhr

Drei ETA-Mitglieder bei der Erklärung, mit der die Separatisten nach mehr als 40 Jahren das Ende der Gewalt verkünden (Quelle: dpa)

Drei ETA-Mitglieder bei der Erklärung, mit der die Separatisten nach mehr als 40 Jahren das Ende der Gewalt verkünden (Quelle: dpa)

Neue Hoffnung in Spanien: Die baskische Untergrundorganisation ETA hat sich nach 43 Jahren von der Strategie des Terrors losgesagt. Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte die Zeitung "Gara" am Donnerstag auf ihrer Internetseite. Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero bezeichnete den Schritt als Sieg für die Demokratie.

"Die ETA hat entschieden, ihre bewaffnete Aktivität definitiv einzustellen", heißt es in der Erklärung. Die Organisation folgte damit der Forderung einer internationalen Friedenskonferenz, die die Terroristen am Wochenende zu einer Niederlegung der Waffen aufgerufen hatte. Das Treffen in der baskischen Küstenstadt San Sebastián hatte unter dem Vorsitz des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan gestanden.

Auch der inhaftierte Baskenführer Arnaldo Otegi hatte zuvor wiederholt versichert, dass die ETA zum Gewaltverzicht bereit sei. Im Januar erklärte sie einen unbefristeten Waffenstillstand. Die spanische Regierung wies das Angebot jedoch zurück und verlangte die Entwaffnung und Auflösung der ETA.

Letzter Anschlag mehr als zwei Jahre zurück

Die durch zahlreiche Festnahmen geschwächte Gruppe verübte seit August 2009 keine Anschläge mehr. Im September gab sie bekannt, dass die meisten der 700 inhaftierten ETA-Mitglieder einem Gewaltverzicht zugestimmt hätten.

In der nun in mehreren Sprachen veröffentlichten Erklärung ruft die ETA "die spanische und französische Regierung auf, einen direkten Dialog einzuleiten mit dem Ziel, die Konsequenzen des Konflikts anzugehen und so die bewaffnete Auseinandersetzung zu überwinden". Anstelle von Gewalt und Repression solle Dialog und Einvernehmen den neuen Zyklus im Baskenland bestimmen.

Mehr als 800 Tote

"Euskadi Ta Askatasuna" (Baskenland und Freiheit) kämpft seit mehr als 40 Jahren für die Gründung eines unabhängigen baskischen Staates. Ihr erstes Attentat verübte die ETA im Jahr 1968. Seither kamen bei etwa 4000 Terroranschlägen mehr als 830 Männer, Frauen und Kinder ums Leben. 2300 Menschen wurden verletzt.

Tausende Politiker, Richter und hohe Beamte im Baskenland mussten von Leibwächtern vor den Terroristen geschützt werden. Die USA und die EU stufen die ETA als Terrororganisation ein.

Sieg der Demokratie

Ministerpräsident Zapatero betonte, Spanien werde das Leid der Opfer nicht vergessen. Der Gewaltverzicht sei aber ein "Sieg von Demokratie, Gesetz und Vernunft". Auch der langjährige Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba, der den Kampf gegen die ETA angeführt hatte, feierte den "großen Sieg der Demokratie".

Der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy sprach ebenfalls von einer "guten Nachricht", unterstrich aber zugleich, dass die Spanier erst dann beruhigt sein könnten, wenn die ETA sich vollständig aufgelöst habe.


Quelle: dapd , AFP , dpa

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Kommentare (11)

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Thema: "ETA verkündet Ende des bewaffneten Kampfes"

Soso schrieb: am 22. Oktober 2011 um 13:30:57
(1) (1) @Idstaaner
Wenn man alle Volksgruppen in Europa abstimmen lassen würde, so würde Süddeutschland als eigenständiger Staat sich
rausbilden..... *Träum* wie schön das wäre^^, naja die Mauer ist weg und das Leid ist da... ce la vie...
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Hainchen schrieb: am 22. Oktober 2011 um 11:23:52
(3) (0) ETA
Ich finde es sehr Vernünftig,wenn die ETA einen Dialog führen würde und nicht immer Gewalt undTöten. Es ist schon zu viel Leid den
Menschen zugefügt worden.Ich finde das Bomben sprich Morden hat noch niemanden genützt, sondern alles nur verschlimmert. Rache und gegen Rache hilft niemanden.Haß ist das schlimmste was es in der Welt gibt.Ich hoffe ETA hält sich dran und versucht Ziele zu erreichen mit friedlichen Mitteln, in einem Gespräch mit der Spanischen Regierung,wäre sehr Sinnvoll für alle
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Idstaaner schrieb: am 22. Oktober 2011 um 10:53:11
(3) (7) Demo schrieb:
Wenn man alle Volksgruppen in Europa und der Welt abstimmen läßt ob sie einen eigenen Staat haben wollen, haben wir eine
Inflation an kleinen, nicht existenzfähigen Ländern die dann von den großen finanziell am Leben gehalten werden müssen.
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