
06.10.2011, 12:26 Uhr
Die ESA will in zwei neuen Missionen die helle und die dunkle Seite des Universums auskundschaften. So soll 2017 die Raumsonde "Solar Orbiter" zur Sonne starten und aus nächster Nähe die Sonnenwinde untersuchen. Von "Euclid", dessen Start zwei Jahre später angesetzt ist, erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über die dunkle Materie.
"Solar Orbiter" soll sich dabei näher als jede andere Sonde zuvor der Sonne annähern: auf rund 37 Millionen Kilometer. Läuft alles nach Plan, nimmt die Sonde dann aus nächster Nähe die Sonne und den von ihr ausgehenden Teilchenstrom unter die Lupe. Mit den Beobachtungen von "Solar Orbiter" wollen die Forscher herausfinden, wie die "Böen" entstehen und die frisch auf den Weg geschickten Teilchen beschaffen sind.
Den Konstrukteuren von "Solar Orbiter" steht nun eine arbeitsreiche Zeit ins Haus: Sie müssen die Sonde so bauen, dass sie ihre Mission trotz enormer Hitze und heftigem Beschuss durch atomare Partikel erfüllen kann.
Eine Atlas-Rakete der NASA bringt "Solar Orbiter" 2017 von Cape Canaveral ins All. Mehrere Venus-Umrundungen verschaffen der Sonde dabei den nötigen Schwung für ihren drei Jahre dauernden Weg. Anschließend soll sie 168 Tage die Sonne umrunden.
"Euclid" hingegen wendet sich der dunklen Seite des Universums zu. Mit Hilfe eines Weltraumteleskops an Bord der Sonde wollen die Forscher eine großflächige und doch besonders genaue Karte des Alls zeichnen. Von der Mission erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums, seiner Beschaffenheit und Entwicklung.
Das Universum dehnt sich mit immer schnellerer Geschwindigkeit aus. Für diese Entdeckung erhielten in diesem Jahr die Forscher Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess den Nobelpreis für Physik. Astronomen vermuten, dass sogenannte "dunkle Energie" diese Beschleunigung verursacht. "Euclid" soll darüber mehr Aufschluss geben, in dem die Sonde Galaxien und Galaxienhaufen beobachtet, an denen diese Struktur des Universums abzulesen ist.
Der Beginn der "Euclid"-Mission ist für 2019 angesetzt. Eine "Sojuz"-Rakete soll mit der Sonde an Bord vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana starten.
"Solar Orbiter" und "Euclid" sind Bestandteil des ESA-Langzeitprogramms „Cosmic Vision“ für 2015-25. Dieses hat sich die Klärung von vier Fragen vorgenommen: Was sind die Bedingungen für die Entstehung von Planeten und die Entstehung von Leben? Wie funktioniert das Sonnensystem? Welches sind die grundlegenden physikalischen Gesetze im Universum? Und: Wie ist das Universum entstanden und aus was ist es entstanden?
Quelle: t-online.de
HansMüller schrieb:
am 6. Oktober 2011 um 12:53:22
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Ausdehnung
Das Universum dehnt sich nicht aus. Es handelt sich um eine optische Täuschung die daraus resultiert, daß für die
Lichtgeschwindigkeit eine Obergrenze festgelegt (3x10hoch8 m/s) wurde. Die Welt ist leide noch nicht so weit das zu verstehen.
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