14.12.2010, 15:06 Uhr
Viel Kritik am Afghanistan-Besuch von Verteidigungsminister Guttenberg mit seiner Frau Stephanie (Foto: dpa) (Quelle: Reuters)
Die Kritik am Afghanistan-Besuch der Eheleute Guttenberg und dem Sat1-Moderator Johannes B. Kerner nimmt auch nach deren Rückkehr kein Ende. Auf die Aussage von SPD-ChefGabrielzu dem Besuch: "Ich finde, Frau Katzenberger fehlt noch", folgt nun die Kritik von CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich: Es sei "eine Beleidigung für unsere Soldaten, dass Gabriel ihnen seine eigene Primitivphantasie unterstellt".
Unions-Parlamentsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) nannte Gabriels Hinweis auf Katzenberger den "Gipfel der Geschmacklosigkeit". Sowohl Altmaier als auch Friedrich verteidigten den Besuch. Es sei ein "wichtiges Zeichen" für die Soldaten, dass der Minister sie zum siebten Mal vor Ort besucht habe, sagte der CSU-Landesgruppenchef. Er verwies auf die "Begeisterung", mit der die Familie Guttenberg von der Bundeswehr in Afghanistan empfangen worden sei. Auch Altmaier sagte: "Mir kommt es in dieser Frage darauf an, was die Soldaten für richtig halten." Er halte es auch nicht für außergewöhnlich, dass Kerner bei dem Besuch am Montag mit einem Fernsehteam dabei gewesen sei.
Die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff sagte dagegen dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Das Letzte, was die Truppe jetzt braucht, ist die Anwesenheit von geschätzten Talk-Show-Moderatoren. Das passt einfach nicht." Sie rate dem Minister zu mehr Zurückhaltung.
Auch der Politik-Berater Michael Spreng äußerte sich kritisch. Er hätte dem Verteidigungsminister von der Reise in dieser Form abgeraten, sagte Spreng im Bayerischen Rundfunk. Ein Dankesbesuch vor Weihnachten bei den Soldaten sei richtig und gut, aber durch die ungewöhnliche Begleitung habe Guttenberg sich und seine Frau zu den Stars gemacht, die Soldaten hätten "nur noch die Kulisse" abgegeben.
Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, sagte dagegen, es sei durch die Begleitung Stephanie zu Guttenbergs gelungen, "die Aufmerksamkeit auf die Frauen im Einsatz zu lenken". Im Bayerischen Rundfunk sagte der FDP-Politiker, dass die Medien den Besuch überwiegend als Versuch der Selbstinszenierung darstellten, sei nicht Fehler der Guttenbergs.
Der Minister hatte am Montag gemeinsam mit seiner Ehefrau die in Nordafghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten besucht. Begleitet wurde Guttenberg neben seiner Ehefrau auch von den Ministerpräsidenten David McAllister aus Niedersachsen und Wolfgang Böhmer aus Sachsen-Anhalt (beide CDU). Zur Delegation zählte weiterhin der Fernsehmoderator Kerner, der in Kundus für den TV-Sender Sat1 eine Talkshow mit Guttenberg und den Soldaten produzierte.
Der Minister ist zum siebten Mal seit seinem Amtsantritt im Herbst 2009 am Hindukusch. Er hat sich vorgenommen, die deutschen Soldaten im Einsatz alle zwei Monate zu besuchen.
Quelle: AFP
tyler schrieb:
am 14. Dezember 2010 um 21:43:08
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Gutenberg
Das ise reine Selbsdarstellung , was der Man macht .. Die Soldaten waren reine Kulise , es ging um die Gutenberg .. und den kerner
, der Quoten dringend braucht .. Ganz peinlich die ganze Geschichte ..
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Sammy schrieb:
am 14. Dezember 2010 um 21:39:13
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wer zum siebenten mal nach Afghanistan fliegt
der macht dies bestimmt nicht nur zu PR-zwecken. Mann ihr liegt so was von daneben. Versucht
doch mal mit TUI nach Afghanistan zu Reisen ? Einfach nur Primitiv.
Beachtet mal die Zeit vor den nächsten Wahlen. Da werden sich schon einige Kasperle in Afghanistan zeigen. Mit 3 facher Splitterschutzweste und 100 Mann Security !
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henryk schrieb:
am 14. Dezember 2010 um 21:39:02
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ministerbesuch
ich persönlich bin gegen den einsatz in afganistan. und zwar aus tiefster überzeugung.wie die soldaten dahin kamen und was
ihnen über den einsatz da eingeredet wurde ist in dem fall zweitrangig.fakt ist, dieser zu gutenberg macht einen hervorragenden job als verteidigungsminister.ich kann mich an keinen seiner vorgängern erinnern die mit soviel herz bei der truppe waren. er zeigt präsenz und gibt den soldaten und soldatinen das gefühl das sie gebraucht werden und wichtig sind. mehr bedarfs net.
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