17.05.2010, 09:36 Uhr
Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut "Spiegel" gegen Lidl wegen des möglichen Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (Foto: dpa)
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat nach einem Bericht des "Spiegel" im Zusammenhang mit den Todesfällen durch verseuchten Käse Ermittlungen gegen Verantwortliche des Discounters Lidl eingeleitet. Ihnen werde ein möglicher Verstoß gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch vorgeworfen, berichtete das Nachrichtenmagazin.
Demnach solle untersucht werden, ob der Discounter den Käse des österreichischen Herstellers Prolactal verkauft hat, obwohl dieser mit Listerien verseucht war. Diese Bakterien können schwere Infektionskrankheiten auslösen. Laut "Spiegel" starben seit Herbst in Deutschland und Österreich mindestens sieben Menschen.
Lidl hatte am Tag nach einer Warnung der Europäischen Union am 22. Januar "aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" vor dem Verzehr des Käses gewarnt und zwei Käsesorten zurückgerufen. Drei Wochen später riet der Discounter in einer weiteren Mitteilung, den Käse auf keinen Fall zu essen.
Nach dem ersten Rückruf hatte aber ein Hesse noch den Käse gegessen und war an den Folgen gestorben, berichtete das Blatt. Ein Sprecher der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sagte dem "Spiegel", es zeige sich hier, wie wenig das Verbraucherinformationsgesetz wirke. Wirksame Gesetze hätten sichergestellt, dass die Bevölkerung sofort und unmissverständlich gewarnt worden wäre.
Listerien sind Bakterien, die beim Menschen schwere Infektionen auslösen können. Die Bakterien sind in der Umwelt weit verbreitet. Normalerweise werden sie durch die Pasteurisierung vernichtet. Sie können sich jedoch vermehren, wenn befallene Lebensmittel eingefroren werden. Die Bakterien können zur Listeriose führen, die bei Kranken, Geschwächten, Schwangeren oder Neugeborenen lebensbedrohlich werden kann.
Lidl unterstützt die Aufklärung des Sachverhalts durch die Behörden nach eigenen Angaben vom Samstag in vollem Umfang und hat dazu alle vorliegenden Informationen und Dokumente an die zuständigen Behörden weitergeleitet.
Quelle: AFP
Runkel schrieb:
am 15. Mai 2010 um 16:15:07
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Käse
Alles Kääääse!!!!
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raute schrieb:
am 15. Mai 2010 um 16:14:37
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selbst Schuld
Was erwartet Ihr von diesen Discountern ?
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Werbe schrieb:
am 15. Mai 2010 um 16:08:11
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Schlacht
Was kann Lidl dafür wenn dann nach der Warnung immer noch einer den Käse gegessen hat. Unterm Strich ist der Hersteller
verantwortlich. Ist am Ende doch nur eine Kampane gegen Lidl.
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