10.01.2012, 16:01 Uhr
Ex-Fußballstar Eric Cantona kündigte an, gegen Präsident Sarkozy antreten zu wollen - ein PR-Gag (Quelle: dapd)
Die Meldung sorgte am Montag nicht nur in Frankreich für große Schlagzeilen: Eric Cantona hatte angekündigt, bei den Präsidentschaftswahlen als Kandidat antreten zu wollen. Doch die vermeintliche Kandidatur erwies sich als PR-Gag - für eine gute Sache. Der frühere Star von Manchester United wollte damit auf eine Obdachlosen-Stiftung aufmerksam machen. "Das Ganze war ein Trick, um große Außenwirkung zu erzielen", sagte Patrick Doutreligne, Direktor der Stiftung Abbe Pierre.
Man habe einen "Extra-Kick" gebraucht mit dem Ziel, eine Petition durchzusetzen, mit der man Präsidentschaftskandidaten dazu drängen wolle, eine Wohnungskampagne zu starten. Deshalb, so erklärte Doutreligne weiter, habe man Cantona gefragt, ob er sich nicht als Kandidat ausgeben wolle. "Er wird aber kein Kandidat sein", stellte er schließlich klar.
Die Zeitung "Liberation" hatte am Montag berichtet, dass der 45-Jährige bei den Präsidentschaftswahl in Frankreich im April kandidieren werde. Er habe einen Brief an die 35.000 Bürgermeister des Landes geschickt, um sie für seine Kandidatur zu gewinnen. Mögliche Kandidaten brauchen in Frankreich 500 Unterschriften von "Paten" aus dem öffentlichen Leben, um antreten zu können.
Für viele junge Bürger im Land seien die Möglichkeiten begrenzt, was Gewalt erzeugen würde, schrieb der 45-Jährige in dem veröffentlichten Rundbrief an die Bürgermeister. Sein Hauptaugenmerk liege in der Bekämpfung der Obdachlosigkeit in Frankreich.
Bereits in der Vergangenheit war der exzentrische Ex-Stürmer Cantona durch politische Kampagnen aufgefallen. So rief er Ende 2010 dazu auf, sämtliches Geld von Bankkonten abzuheben. Dadurch sollte das Finanzsystem zum Zusammenbruch gebracht werden. Der Appell stieß allerdings auf wenig Resonanz.
In Frankreich ist die Kandidatur einer berühmten Persönlichkeit, die nicht aus der Politik kommt, indes kein Novum. Ende Oktober 1980 hatte der Komiker Michel Gerard Joseph Colucci (Künstlername: Coluche) angekündigt, für das französische Präsidentenamt zu kandidieren, um gegen die politischen Zustände im Land zu protestieren. In Umfragen erhielt er bis zu 16 Prozent der Stimmen, schließlich reichte er aber keine offizielle Kandidatur ein.
Zu seiner aktiven Zeit war Cantona wegen seiner zahlreichen Ausraster einer der umstrittensten Spieler in Englands Premier League. Trauriger Höhepunkt diesbezüglich war sein Kung-Fu-Tritt 1995 gegen einen Fan von Crystal Palace. Seine fußballerischen Fähigkeiten dagegen waren unbestritten. Cantona gewann mit Manchester United insgesamt viermal die Meisterschaft. 2005 wurde er zum besten Premiere-League-Spieler aller Zeiten gewählt. Neben ManUnited spielte er bei Leeds, Marseille, Bordeaux und Auxerre.
Quelle: dapd
Männi v.D. schrieb:
am 10. Januar 2012 um 20:31:55
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Cantona for Präsident
Poh ! Das wär doch was, der würde Stimmung in die Politik bringen und die Jornalie hätte laufend was neues zum
schreiben ! Ob er die Probleme bewältigen könnte, sei dahin gestellt, aber: Wir hätten immer was zum Schlecht - oder Gut - Labern !
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Oberleutnant schrieb:
am 10. Januar 2012 um 17:23:31
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Cantona
Schlechter wie Sarkozy kann er es nicht machen...
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