26.10.2011, 11:34 Uhr
Der "Maskenmann" will beim Prozessauftakt vor Gericht nicht erkannt werden (Quelle: dapd)
Der als "Maskenmann" bekannt gewordene Serienmörder und Kinderschänder Martin N. steht vor Gericht. Die Anklage wirft dem bereits geständigen 40-jährigen Pädagogen drei Morde an Jungen vor. Außerdem soll der Täter, der wegen seiner schwarzen Verkleidung als "Maskenmann" gefürchtet war, viele Kinder misshandelt haben. Der Angeklagte habe aus niederen Beweggründen getötet, um andere Straftaten zu vertuschen, sagte der Staatsanwalt bei der Verlesung der Anklage vor dem Landgericht im niedersächsischen Stade.
Der Verteidiger kündigte für den 26. Oktober eine Erklärung für seinen Mandanten an. Martin N. erschien mit langem Bart und teilweise ergrautem Haar im Gerichtssaal. Regungslos folgt er der Anklageverlesung, blickt den Nebenklägern - den Familien der drei getöteten Jungen und einem Missbrauchsopfer - nicht in die Augen. Die Angehörigen der Jungen wirken im Gerichtssaal gefasst. "Da habe ich sehr lange drauf gewartet, viel zu lange", sagt der Vater des 1995 getöteten Dennis R.
In dem Verfahren sollen zunächst chronologisch die Morde an drei Jungen und dann die Missbrauchsfälle behandelt werden. Der Täter war getarnt mit einer Maske nachts in Kinderzimmer, Schullandheime und Zeltlager geschlichen und hatte sich an Jungen vergangen.
Der Pädagoge hatte kurz nach seiner Festnahme in Hamburg gestanden, zwischen 1992 und 2001 die Jungen in Norddeutschland entführt und später ermordet zu haben. Auch den Missbrauch von rund 40 Jungen hatte er eingeräumt. Die Hälfte der sexuellen Übergriffe ist inzwischen aber verjährt. Angeklagt ist er wegen insgesamt 23 Straftaten.
Viele Jahre hatte die Polizei vergeblich nach dem Serientäter gesucht. Den 13-jährigen Stefan holte er 1992 aus einem Internat in niedersächsischen Scheeßel, den achtjährigen Dennis R. 1995 aus einem Zeltlager bei Schleswig in Schleswig-Holstein und den neunjährigen Dennis K. aus einem Schullandheim nahe Bremerhaven.
Vor dem Prozess hatte der NDR über Fahndungspannen berichtet. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten in Bremen und Bremervörde Akten vernichtet, obwohl die entsprechenden Taten zu dem Zeitpunkt noch nicht verjährt gewesen seien. Die Bremer Polizei will nach Angaben ihres Sprechers Peter Siemering den Vorwürfen intern nachgehen.
Möglichen Pannen bei den Ermittlungen gegen den geständigen Kindermörder räumt die Staatsanwaltschaft Stade nicht allzu viel Bedeutung ein. "Wir sind bestens aufgestellt", sagte Behördensprecher Kai Thomas Breas vor Beginn des Prozesses. Sollten tatsächlich Akten nicht mehr vorhanden sein, sei das "völlig nebensächlich", sagte Breas. "Wir sprechen über drei Morde und zahlreiche Missbrauchsfälle." Die Staatsanwaltschaft sei zuversichtlich, dem Angeklagten diese nachweisen zu können.
Quelle: dpa
Axel schrieb:
am 10. Oktober 2011 um 21:28:16
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Ergrauter Maskenmann
Ich verstehe nicht,wieso solche Leute sich im Gerichtssaal auch noch durch
Masken oder Ordner verstecken dürfen.Solche
Gesichter müssen jedem
sichtbar gemacht werden, der muß frei ausgehängt werden,für alle anderen
Gefangenen zur freien verfügung,die wissen was Gerechtigkeit heißt.
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Renate aus München schrieb:
am 10. Oktober 2011 um 17:10:10
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Mörder
Bitte die Todesstrafe verhängen und nicht wieder nach 2 Jahren laufen lassen!!!!
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Tom Dooly schrieb:
am 10. Oktober 2011 um 17:09:59
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(9)
Maskenmann
Lasst Ihm doch eine Maske aus Metall anfertigen, die kann er dann all die Jahre im Knast tragen. Dann tun auch die Schläge ins
Gesicht von anderen Gefangenen nicht so weh.
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