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Erfinder der Neutronenbombe gestorben

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Erfinder der Neutronenbombe gestorben

03.12.2010, 08:34 Uhr

Hiroshima war nach dem Einschlag der Atombombe vollkommen zerstört. Der verstorbene Physiker Samuel Cohen wollte mit seiner Erfindung genau das verhindern: Die Neutronenbombe tötet alle Menschen, die Landschaft bleibt aber zum Großteil unbeschädigt. (Foto: dpa)

Hiroshima war nach dem Einschlag der Atombombe vollkommen zerstört. Der verstorbene Physiker Samuel Cohen wollte mit seiner Erfindung genau das verhindern: Die Neutronenbombe tötet alle Menschen, die Landschaft bleibt aber zum Großteil unbeschädigt. (Foto: dpa)

Der Erfinder der Neutronenbombe, Samuel Cohen, ist tot. Nach Angaben seines Sohnes starb der amerikanischePhysiker am Sonntag in seinem Haus in Kalifornien. Der 89-Jährige litt an Magenkrebs. Cohen hinterlässt seine Frau Margaret, zwei Söhne und eine Tochter.

In einem Interview mit der "New York Times" im September hatte Cohen die umstrittene Neutronenbombe als die "vernünftigste und moralischste Waffe beschrieben, die je erfunden wurde". Cohen: "Es ist die einzige nukleare Waffe der Geschichte, mit der Kriegsführung Sinn macht. Wenn der Krieg vorbei ist, ist die Welt noch intakt."

Neutronenwaffen töten Menschen und andere Lebewesen, richten aber geringe Materialschäden an. Denn sie entwickeln wenig Hitze und eine geringe Druckwelle. Beim Menschen würde durch die Strahlung der Waffe das zentrale Nervensystem so schwer geschädigt, dass das zum Tod führt. Auch die langfristige radioaktive Verseuchung sollte mit der Bombe verringert werden.

Jimmy Carter wollte Neutronenwaffe nicht

In der Zeit des Ost-West-Konflikts wurde der Einsatz der Neutronenwaffen für einen etwaigen Kriegsfall in Europa in Erwägung gezogen, um gegen die sowjetische Überlegenheit an Panzern anzukommen. Dann müsste nicht zu Atomwaffen gegriffen werden, die weite Teile Europas verwüsten und radioaktiv verseuchen würden, argumentierten Militärs.

US-Präsident Jimmy Carter entschied 1978, die Neutronenwaffe nicht zu bauen. Doch das Pentagon arbeitete weiter daran. US-Präsident Ronald Reagan ordnete dann 1981 ihren Bau für die USA an. Das Arsenal wurde später aber vernichtet.

Am Bau der ersten Atombombe beteiligt

Cohen wurde am 25. Januar 1921 in New York als Sohn jüdischer Einwanderer aus Österreich geboren. Er studierte Physik und arbeitete im Rahmen des Manhattan-Projekts am Bau der Atombombe "Fat Man" mit, die im August 1945 über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen wurde.

Nach dem Krieg reiste Cohen 1951 nach Seoul, wo er eine Stadt sah, die der Krieg weitgehend zerstört hatte. Das habe bei ihm auf die Idee gebracht, die kleine Neutronenbombe zu entwickeln, erklärte er später. "Wenn wir in Zukunft immer noch diese verdammten, verrückten Kriege führen müssen, Städte zu Staub zerbomben und das Leben ihrer Bewohner zerstören, könnten wird dann nicht eine Nuklearwaffe entwickeln, die all das vermeidet?"

Cohen arbeitete für die "Rand Corporation" und am Forschungslabor Lawrence Livermore, als er 1958 die Neutronenbombe entwickelte.


Quelle: dpa , dapd

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Kommentare (13)

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Thema: "Erfinder der Neutronenbombe gestorben"

Euro-Fan schrieb: am 2. Dezember 2010 um 21:50:02
(2) (0) Cohen war Jude - er hatte keine Skrupel Millionen Menschen zu töten,
Hauptsache seine Aufrraggeber konnten die mit Krieg überzogenen
Länder ohne Schäden übernehmen. Das ist Israel nocht weit davon entfernt. Die hauten den Libanon und den Gaza kurz und klein. Materilaschäden und Menschenleichen egal.
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Johannes schrieb: am 2. Dezember 2010 um 21:30:45
(1) (0) Bomben und mehr
Ich verstehe nicht warum wir Menschen überhauot leben und leben sollen. Es gibt unter uns Menschen nur Macht- und
Profitgier, Neid und Hass, Gewalt und Lügen... Wie bei den Tieren. Der Stärkere überlebt. Und als Krönung zerstören wir unsere Erde langsam selbst. Alle Achtung vor den Naturwissenschaftlern! Aber ist so eine Entwicklung eine Art von Laudatio wert?
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scooterfan schrieb: am 2. Dezember 2010 um 21:14:47
(2) (0) um diesen Juden
ist es nicht schade,ne Erfindung die mal wieder kein Mensch braucht.

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