10.11.2011, 09:35 Uhr
Nach den schweren Erdrutschen und Überschwemmungen im Westen Kolumbiens hat sich die Zahl der Toten seit Beginn der zweiten Regenzeit des Jahres im September auf mindestens 96 erhöht. Am Wochenende kamen allein in der Stadt Manizales, rund 290 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá, 48 Menschen durch Schlammlawinen ums Leben. Das teilte das Kolumbianische Rote Kreuz mit.
Nach Behördenangaben sind unter den Todesopfern elf Minderjährige, 14 Menschen wurden verletzt.
Kolumbien erlebt derzeit eine der schwersten Regenzeiten seit Jahren. Mehr als 250.000 Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen. Wegen des Wetterphänomens La Niña hatte es bereits zwischen April 2010 und April 2011 ungewöhnlich viel geregnet.
Mehr als 400 Menschen starben, 3,6 Millionen Menschen waren von dem Unwetter betroffen. Die erste Regenzeit dauert gewöhnlich von April bis Juni, die zweite von Oktober bis Dezember.
Quelle: AFP
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