Der zerstörte "'Palazzo del Governo" in L'Aquila (Foto: dpa)
Mehr als eine Woche nach dem schweren Erdbeben in den italienischen Abruzzen ist die Region erneut von Nachbeben erschüttert worden. Es erreichte eine Stärke von 5,0, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte.
Das Beben war bis in die italienische Hauptstadt Rom spürbar. Aus Angst vor weiteren Nachbeben harrten viele Betroffene trotz schlechten Wetters mit Kälte, Regen und sogar Schnee weiter in Notlagern aus.
Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie gab es in der vergangenen Woche etwa 10.000 Nachbeben in dem Gebiet. Stärkere Erschütterungen seien auch weiter nicht auszuschließen.
Fast 300 Menschen starben
Bei dem Beben der Stärke 5,8 waren am 6. April fast 300 Menschen gestorben, Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen. Nach ersten Schätzungen des Katastrophenschutzes sind in der besonders stark betroffenen Provinz L'Aquila ein Drittel der Häuser unbewohnbar geworden. In der Stadt L'Aquila selbst sei sogar die Hälfte der Häuser betroffen, berichtete die Zeitung "Corriere della Sierra".