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Berlusconi bändelt mit Rettungsärztin an
16.04.2009, 12:54 Uhr | han, Spiegel Online
Berlusconi mit Ärztin Fabiola Carrieri und anderen Rettungskräften (Foto: dpa)
Die italienischen Medien sind Fabiola Carrieri verfallen - und Silvio Berlusconi ist es offenbar auch. Die Zeitungen schrieben über das "lange rote Haar" und "die großen blauen Augen" der Intensivmedizinerin, die in einem Feldlazarett die Opfer des Erdbebens in den Abruzzen versorgt.
Bei einem Besuch schwärmte der Ministerpräsident: "Von ihnen würde ich auch gerne wiederbelebt werden."
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Ärztin: Berlusconi versuchte nur, galant zu sein
Die aus Mailand stammende Ärztin nahm Berlusconi nun für seine Charmeoffensive in Schutz: Der Präsident sei ihr durch die Äußerung keineswegs zu nahe getreten. Er habe lediglich versucht, galant zu sein, berichtet "Times Online". Der 68-Jährige habe ihr nur ein Kompliment gemacht, um "die Situation zu entschärfen". Sie habe Berlusconi entgegnet, sie hoffe, dass sie ihn nie reanimieren müsse. Der Politiker habe versucht, "angesichts des Leids, das uns umgibt, ein Lächeln auf unser Gesicht zu zaubern".
Tanzeinladung am Krankenbett
Ähnlich charmant habe er auch versucht, eine Frau in ihrem Krankenbett aufzumuntern. Er hoffe, es gehe ihr bald besser, habe Berlusconi gesagt, "so dass ich Sie dann einmal zum Tanz auffordern kann".
Schlechter Witz sorgte für Aufsehen
Berlusconi hat die Notlager, in denen die Menschen nach dem Erdbeben in Mittelitalien untergebracht sind, regelmäßig besucht. Seine Äußerung, die obdachlosen Menschen sollten die Situation mit einem Campingurlaub vergleichen, sorgte für Aufsehen.
Mit finnischer Präsidentin aneinandergerasselt
Mit seinen Charmeoffensiven stößt der Ministerpräsident nicht immer auf so offene Ohren wie im Fall von Fabiola Carrieri. Im Juni 2005 bestellte die Regierung in Helsinki gar den italienischen Botschafter ein: Berlusconi hatte damit geprahlt, die finnische Präsidentin Tarja Halonen bei einem EU-Streit mit seinen "Playboy-Künsten" überzeugt zu haben. "Man muss alle Waffen einsetzen, die man zur Verfügung hat", hatte der Regierungschef damals behauptet - und war in Finnland auf wenig Gegenliebe gestoßen.
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Quelle: t-online.de
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