08.09.2011, 16:13 Uhr
Auf einer Pressekonferenz in Celle geben Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt, dass die entführten Kinder wohlauf sind. (Quelle: dpa)
Glückliches Ende einer mehr als vier Monate dauernden Odyssee: Die von ihrem Vater nach Ägypten verschleppten Kinder sind wieder in Deutschland, so eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin.
Zum Schutz der Familie machte die Sprecherin keine näheren Angaben zum Aufenthaltsort der Geschwister Miriam, Lisa, Jonas und Benjamin, die aus Hermannsburg in der Lüneburger Heide stammen. Nach Informationen der Ermittler geht es den Kindern gut.
Die Kinder waren vom Vater, der nicht mehr sorgeberechtigt ist, vor mehr als vier Monaten aus der 8000-Einwohner-Gemeinde Hermannsburg verschleppt worden.
Am Ostermontag hatte der arbeitslose Krankenpfleger die damals vier- bis achtjährigen Kinder bei seiner früheren Frau unter dem Vorwand abgeholt, er wolle mit ihnen eine Radtour machen. Dann war der 37-Jährige mit ihnen zunächst nach Ägypten geflogen und später in den Sudan gereist.
Am Mittwoch schließlich kam die Nachricht, dass Kinder und Vater entdeckt und in die Obhut ägyptischer Behörden übergeben wurden. Nach dem Vater war mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Er galt als christlicher Fundamentalist.
Freunde und Nachbarn reagierten erleichtert auf das Ende der monatelangen Ungewissheit über das Schicksal der Kinder. "Bei mir herrscht übergroße Freude. Als ich es gestern erfahren habe, dass die Kinder gefunden wurden, konnte ich es kaum glauben", sagte Pastor Wilfried Keller von der Großen Kreuzgemeinde, in der die Mutter Mitglied ist. "Wir haben zusammen für die Kinder gebetet."
Für die Mutter sei der Halt durch die Gemeinde wichtig gewesen. "Für sie war es wichtig zu spüren: Da hoffen welche mit mir", sagte der Pastor. Nachbarn der Familie reagierten ebenfalls erleichtert auf das Ende der Entführung.
Auch die Bundesregierung hatte sich in die Suche nach den Kindern und die Aufklärung der Vorgänge eingeschaltet. Unter anderem hatte Bundesaußenminister Guido Westerwelle mit der Mutter telefoniert und ihr Hilfe versprochen. Zuletzt wollten Zeugen die Kinder im Juli in Süddeutschland in einem Feriendorf gesehen haben - ob sie sich tatsächlich dort aufhielten, ist aber noch unklar.
sambesi schrieb:
am 8. September 2011 um 16:28:19
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kinder
wie gut für die kinder, wieder bei ihrer mutter zu sein.
so hat die nicht zu ertragende ungewissheit ein ende.
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