18.10.2010, 10:44 Uhr
Eine menschliche Eizelle wird injiziert. Die Untersuchung solcher Embryonen auf Erbkrankheiten könnte bald verboten werden. (Foto: dpa)
Der Koalition droht im Streit um eine Neuregelung des Embryonenschutzes bei der so genannten Präimplantationsdiagnostik (PID) eine Zerreißprobe. Die Liberalen lehnen Forderungen aus der Union nach einem Verbot der PID strikt ab. "Falls wir eine gemeinsame Linie finden, sollten wir die Frage innerhalb der Koalition regeln; falls nicht, wäre es kein Drama, die Abstimmung als Gewissensentscheidung freizugeben", sagte die FDP-Gesundheitsexpertin Ulrike Flach der "Augsburger Allgemeinen".
Ein Verbot der PID, wie es die Union bisher anstrebt, würde die FDP nicht mitragen, betonte die FDP-Abgeordnete. Sie hoffe jedoch auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf mit der Union. "Es geht um die Not von Paaren, die auf natürlichem Wege kein gesundes Kind bekommen können und die wissen, dass es in ihrer Familie eine schwere genetische Krankheit gibt."
Diese Paare müssten bisher das Risiko eingehen, dass die Frau bei einer künstlichen Befruchtung einen schwer geschädigten Embryo eingesetzt bekomme. "Dann stellt sich die Frage, ob man eine Abtreibung durchführt oder nicht", erklärte Flach. "Das möchten wir den Familien ersparen." Es gehe "nicht darum, Designerbabys mit blauen Augen auszuwählen, wie es oft befürchtet wird".
Auch der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), sprach sich für ein sofortiges, zeitlich befristetes Verbot der PID aus. "Wir brauchen ein Moratorium. Wir sollten schnell Rechtssicherheit schaffen und die Präimplantationsdiagnostik vorübergehend bis zu einem festgelegten Zeitpunkt verbieten", sagte Spahn der "Rheinischen Post".
Ein Entgegenkommen der Union in dieser Frage sieht Spahn nicht: "Ich kann mir politisch und persönlich schwer vorstellen", sagte er, "dass wir zu einem anderen Endergebnis kommen, als es im Grundsatzprogramm der CDU steht. Und das bedeutet ein Verbot der PID."
Der Chef der Jungen Union, Philipp Mißfelder (CDU), beharrt ebenfalls auf einem Verbot der Präimplantationsdiagnostik und warnte davor, davon abzukehren: "Das PID-Verbot ist maßgeblich für den Schutz des Lebens."
Quelle: dapd
k-v-dd schrieb:
am 12. Oktober 2010 um 18:16:26
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Zurück ins Mittelalter !!!
Als ich den namen Spahn gelesen habe, war mir sofort klar, daß auch gleich der unsägliche Mistfelder auftauchen
würde. Diese stromlinienförmigen allglatten Juppies haben maßgeblich mit dem Niedergang der Merkel-Truppe zu tun. Diese stellt eine ominöse Schöpfung den Interessen der Menschen gegenüber. Und daß Kwiedos Gurkentruppe dafür ist, zeigt doch nur, daß man damit viel Geld verdienen kann - um die Interessen der Menschen geht es denen noch doch erst recht nicht!
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KONDI schrieb:
am 12. Oktober 2010 um 12:40:34
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PID
Die FDP hat kei "C" in ihren Namen,also für die kein Problem.Die Einstellung der FDP zum einzelenen Menschen ist ja hinlänglich
bekannt.Ich hoffe die CDU setzt sich wenigstens hier durch.Sonst wird mit Sicherheit mit den Embryonen bald das große Geschäft gemacht.Der einzelne Mensch zählt doch nichts mehr nur noch Profit und Gewinnmaximierung zählen. Gerade in der Medizin-und Gesundheitsindustrie ist das so.Und die Menschen verachtende FDP treibt diesen unsäglichen Zustand mit an.
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Politolix schrieb:
am 12. Oktober 2010 um 12:03:51
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Embryonenschutz
Wo und wie Grenzen setzen bzw. Überschreitungen ethischer Grundsätze verhindern? Wie unterbinden, dass Embryonen wseiterhin
wirtschaftlich genutzt werden?
Die Tatsache , dass in den USA und auch GB Stammzellenforschung bereits intensiver betrieben wird läßt schlimmes erahnen. Erst recht, wenn man sieht wieviel Geld damit zu verdienen ist und welche Vorteile sich für die Menschheit ergeben.
Wer denkt dabei noch über Missbrauch und Auswüchse nach?
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