Von der Leyen will, dass sich Väter mehr der Kinderbetreuung widmen (Foto: dpa)
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass künftig mehr Väter eine längere Auszeit für ihre neugeborenen Kinder nehmen werden. Im "Hamburger Abendblatt" wies sie darauf hin, dass es Pläne für ein neues Teilelterngeld gibt.
"Ich bin mir sicher, dass das Teilelterngeld, das die Kombination von Teilzeit und Elterngeld deutlich attraktiver macht und zügig nach der Bundestagswahl umgesetzt werden kann, einen zusätzlichen Schub für die Väterbeteiligung bringen kann", sagte von der Leyen.
Auszeit meist nur zwei Monate
Das Teilelterngeld sei auch eine Reaktion auf neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen die Mehrheit der Väter nur zwei Monate Elternzeit nimmt. Das Instrument komme den Interessen der Väter entgegen, die sich mehr Zeit für ihre Kinder wünschten, aber Sorge hätten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für mehrere Monate komplett den Arbeitsplatz zu räumen. "Das Teilelterngeld schafft mehr Flexibilität, den Wunsch nach Zeit mit dem Neugeborenen zu erfüllen und gleichzeitig im Job präsent zu bleiben."
Von der Leyen: Vorteile auch für die Firmen
Mit Blick auf die Wirtschaftskrise sagte von der Leyen: "Aus der Perspektive der Betriebe, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Aufschwung nach der Krise halten wollen, hat das Teilelterngeld den Vorteil, dass sie die Leute weiter beschäftigen können aber nicht voll bezahlen müssen, wenn gerade Aufträge fehlen."