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Elfjährige darf in Großbritannien abtreiben lassen
30.06.2008, 16:22 Uhr
Ein elfjähriges rumänisches Mädchen, das von seinem Onkel vergewaltigt wurde, darf jetzt doch eine Abtreibung vornehmen lassen. Es ist mit seiner Mutter nach Großbritannien gereist um den Eingriff durchführen zu lassen.
RumänienVergewaltigte Elfjährige darf abtreiben
Sonderregelung angewandet
Das Mädchen hatte eine Ausnahmeerlaubnis für die Abtreibung in der 21. Schwangerschaftswoche erhalten. Eine rumänische Sonderkommission aus mehreren Ministerien hatte entschieden, dass für das Mädchen eine Sonderregelung im Abtreibungsgesetz angewandt werden könne. Diese besagt, dass Abtreibungen auch noch nach der 14. Schwangerschaftswoche rechtens sind, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder wenn der Fötus unter Missbildungen leidet.
"Mentale Gesundheit" gefährdet
Eine Fortführung der Schwangerschaft würde die "mentale Gesundheit" des Mädchens schwer gefährden, befand die Kommission. Das Mädchen wurde nach eigenen Angaben von seinem Onkel vergewaltigt. Als die Schwangerschaft bei einer ärztlichen Untersuchung herauskam, war die Elfjährige in der 17. Woche. Sie hatte über Bauchschmerzen geklagt.
Kontroverse Empfehlungen
Das Gesundheitsministerium nahm sich des Falles an, nachdem zuvor zwei Gremien unterschiedliche Empfehlungen gegeben hatten: Eine Kommission sprach sich unter Hinweis auf die gute Gesundheit des Mädchens dafür aus, dass das Baby ausgetragen werden solle. Die andere Kommission kritisierte, dass der Fall einer Vergewaltigung im Abtreibungsgesetz nicht berücksichtigt sei.
Quelle: AFP