07.09.2011, 20:27 Uhr
Ein russisches Passagierflugzeug mit einer Eishockey-Mannschaft an Bord ist im Westen des Landes abgestürzt. Von den 45 Menschen in der Maschine kamen alle bis auf zwei ums Leben. Unter den Toten ist auch der deutsche Eishockey-Nationalspieler Robert Dietrich.
Das Flugzeug vom Typ Jak-42 sei unmittelbar nach dem Start von einem Flughafen außerhalb der Wolgastadt Jaroslawl abgestürzt, teilte das russische Katastrophenschutzministerium mit. Zum Zeitpunkt des Unglücks war der Himmel sonnig und klar.
An Bord der Maschine befand sich nach Angaben des Ministeriums das Team des Profi-Klubs Lokomotive Jaroslawl, bei dem Dietrich unter Vertrag stand. Die Mannschaft war auf dem Weg in die weißrussische Hauptstadt Minsk, um dort gegen Dinamo Minsk das Saisonauftaktspiel in der Profiliga KHL zu bestreiten.
Offiziellen Angaben zufolge überlebten der Spieler Alexander Galimow und der Bordingenieur den Absturz. Galimow sei bereits operiert worden und liege im Koma. Er habe Verbrennungen am ganzen Körper.
Mehr als 40 Menschen kommen ums Leben. Auch der deutsche Spieler Robert Dietrich stirbt bei dem Unglück. zum Video
An Bord sollen sich Berichten zufolge elf ausländische Spieler befunden haben. Der geschäftsführende Direktor von Lokomotive Jaroslawl, Jewgeni Tschujew, bestätigte am Abend den Tod von Dietrich.
Die tschechische Botschaft erklärte, die Spieler Josef Vasicek, Karel Rachunek und Jan Marek seien unter den Toten. Nach lettischen Angaben zählt auch der lettische Verteidiger Karlis Skrastins zu den Opfern.
Die 1993 gebaute Maschine verunglückte nach Angaben der Behörden kurz nach dem Start vom Flughafen in Jaroslawl rund 240 Kilometer nordöstlich von Moskau. Bei klarer Sicht habe das Flugzeug die erforderliche Höhe nicht erreicht, sei gegen einen Funkmast geprallt und dann an einem Flussufer abgestürzt, hieß es weiter. Das Flugzeug sei um 15.50 Uhr Ortszeit (13.50 MESZ) vom Radar verschwunden.
Eine Augenzeugin berichtete, das Flugzeug habe im Flug gewackelt, es sei zu sehen gewesen, dass etwas nicht stimme. Sie habe dann einen lauten Knall und gehört und Rauch aufsteigen sehen. Polizei und Rettungsmannschaften eilten an den Unglücksort an der Wolga. Als Absturzursache kämen ein technischer Defekt und menschliches Versagen infrage, sagte ein Flughafenmitarbeiter der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
Präsident Dmitri Medwedew hatte bereits angekündigt, alte, noch aus Sowjetzeiten stammende Flugzeuge von Beginn des kommenden Jahres an aus dem Verkehr zu ziehen. Die Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge vom Typ Jak-42 sind seit 1980 im Einsatz, und Dutzende dieser Maschinen sind noch vor allem für russische Fluglinien unterwegs.
Allein in den vergangenen zwei Jahren kamen etwa 200 Menschen bei Flugzeugabstürzen in Russland ums Leben. Im Juni 2011 starben 47 Menschen, als eine Maschine bei schlechtem Wetter nahe der Stadt Petrosawodsk abstürzte.
Quelle: AFP , dapd , dpa
Ein Fan schrieb:
am 7. September 2011 um 21:22:08
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So jung
zu jung um zu sterben, hatte deine Laufbahn immer verfolgt seid du bei Crimme warst, und dich immer bewundert! Schade das du von uns
gegangen bist.
Rip Robbe
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Bärchen schrieb:
am 7. September 2011 um 21:02:16
(169)
(34)
Flugzeugabsturz
Herzliches Beileid an alle Hinterbliebenen. Es ist so tragisch. Bei so einem Ereigniss sollte man das "Daumenspiel"
wirklich sein lassen. Das passt absolut nicht.
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Absturz schrieb:
am 7. September 2011 um 20:59:56
(46)
(64)
Funkmast
...was hat neben einem Flughafen ein Funkmast zu suchen?
Mein Beileid...
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