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Flocke-Premiere ohne großen Publikumsandrang
09.04.2008, 14:02 Uhr
Flocke beim Plantschen (Quelle: ddp)Beim ersten Auftritt der jungen Eisbärin Flocke vor Publikum ist der erwartete große Besucherandrang weitgehend ausgeblieben. Bis Mittwochmittag nutzten nur wenige hundert Menschen die Gelegenheit, das populäre Jungtier im Nürnberger Tiergarten erstmals live zu erleben. Die 500 bis 600 Menschen fassende Stehtribüne vor dem Bärengehege blieb weitgehend leer. Am Nachmittag füllte sie sich dann allerdings etwas mehr.
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Volles Haus am Wochenende
Um ihrem Liebling besonders nahe zu sein, drängten sich viele Flocke-Fans lieber vor der Glasscheibe, die den Besucherbereich vom Gehege trennt. Der Tiergarten rechnet erst am Wochenende mit einem größeren Ansturm von Flocke-Anhängern.
"Ein richtiger Wonneproppen"
Viele Fans waren überrascht, wie groß die fast vier Monate alte Jungbärin bereits ist. "Im Internet sah sie eigentlich niedlicher aus. Flocke ist ja ganz schön pummelig. Ein richtiger Wonneproppen", stellten einige Besucher fest. Das Jungtier, das vom Publikum mit "Oh"-Rufen begrüßt wurde, zeigte sich ähnlich aktiv wie bei der Medienpräsentation vom Vortag. Flocke spielte mit seinen Pflegern Fangen, wälzte sich genussvoll im Gras und sprang kühn in das Wasserbecken seines Geheges, um dort ausgiebig zu plantschen.
Fans warten ab
Tiergarten-Direktor Dag Encke reagierte gelassen auf das vergleichsweise geringe Interesse zur Publikumspremiere von Flocke. "Ich hatte mir schon gedacht, dass es am ersten Tag nicht so viele Besucher sein werden. Viele Flocke-Fans warten offenbar erst einmal ab, bis der erste Ansturm vorbei ist. Die meisten wollten sich den erwarteten Trubel am ersten Tag wohl nicht antun und kommen erst nächste oder übernächste Woche."
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"Flocke steckt Rummel gut weg"
Nach Angaben ihrer Pfleger hat Flocke ihren ersten Auftritt am Dienstag vor mehr als 400 Journalisten gut überstanden. "Flocke steckt den ganzen Rummel gut weg", ist Tierpfleger Horst Maußner überzeugt. Allerdings sei sie am Dienstagabend sehr müde gewesen. "Sie hat nachts fast durchgehend geschlafen", berichtete er.
Probleme mir Artgenossen "Unsinn"
Tiergarten-Direktor Encke wies derweil die Kritik von Tierschützern zurück, die per Hand aufgezogene junge Eisbärin werde wegen der starken Menschenprägung Probleme mit Artgenossen haben. "Das ist Unsinn. Die meisten Eisbären, die heute in europäischen Zoos leben, stammen aus Handaufzucht - und sie haben keinerlei Probleme mit anderen Eisbären."
Quelle: dpa