13.07.2011, 15:57 Uhr
Eines der acht abgeschalteten Atomkraftwerke in Deutschland bleibt nach Einschätzung der Bundesnetzagentur vermutlich als Reserve am Netz. Nach bisherigen Erkenntnissen der Behörde sind die Kapazitäten aus konventionellen Kraftwerken nicht ausreichend, sagte ein Sprecherin.
Dies hatte auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Montag in Berlin betont: "Die Zahlen, die uns vorliegen, sprechen eher dafür, dass wir eines dieser Kernkraftwerke benötigen werden." Die sogenannte fossile Kaltreserve aus Kohlekraft habe sich bislang nicht als tragfähige Option entpuppt.
Ende Mai hatte Kurth die fehlenden Kapazitäten in Süddeutschland durch das Atom-Moratorium auf ein Volumen von gut tausend Megawatt beziffert. Die Reserven werden benötigt, wenn in den kritischen Wintermonaten nicht genügend Wind- und Sonnenenergie erzeugt werden.
Auf der Suche nach Alternativen hatte die Bundesnetzagentur vor einigen Wochen eine Inventur aller Kraftwerke mit einer Kapazität über 20 Megawatt gestartet. Diese Daten werden derzeit ausgewertet, sagte die Sprecherin.
Im August sollen Details dazu veröffentlicht werden. Die Entscheidung der Netzagentur, ob und welcher Atommeiler in Süddeutschland dann in Reserve geht, muss bis Anfang September getroffen werden.
Die Bundesnetzagentur widersprach der Darstellung, die Behörde habe sich für die Wiederinbetriebnahme eines der abgeschalteten Atomkraftwerke ausgesprochen. "Das ist nicht richtig. Wir sind im Moment dabei zu prüfen, ob das entbehrlich ist. Insofern ist das etwas verkürzt wiedergegeben worden", sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, dem Leipziger Internetradio detektor.fm.
Seine Behörde sei vielmehr dabei, nach fossilen Kraftwerken zu suchen, die die Versorgungssicherheit gewährleisten könnten.
Quelle: dpa
Ludwig schrieb:
am 13. Juli 2011 um 19:21:11
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Atomstrom
Es regt sich niemand auf, dass die heimische Kernenergie nun durch Atomstrom aus Frankreich od. Tschechien ersetzt wird.Da in
Europa keine Handelbeschränkungen bestehen,kann auch künftig Atomstrom von außen nach Deutschland hereinkommen.Fehlende Strommengen werden über die Strombörse vom jeweils billigsten Anbieter gekauft. Leider sind d. Stromleitungen aus Frankr. u. Tschech. z. Z. voll ausgelastet, nur deshalb müssen neue Stromautobahnen gebaut werden.
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goggo schrieb:
am 13. Juli 2011 um 17:43:39
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dagobert,
klasse Kommentar. Wir sollten uns gemeinsam dafür einsetzen,dass alle Investitionen in erneuerbare Energie fließen.
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hh2011 schrieb:
am 13. Juli 2011 um 17:26:19
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goggo, freut
mich, dass du wie ich auch die Visionen der Grünen gutheißt. Nur so kann die Energiewende geschafft werden. Die Zukunft ist grün.
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