
25.01.2012, 10:59 Uhr | ala, AFP
Giglio - Die Vorwürfe gegen Francesco Schettino werden immer konkreter. Der Kapitän der havarierten "Costa Concordia" steht unter Hausarrest, muss sich wohl bald vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung und Schiffbruchs verantworten. Seine Ehefrau beklagt unterdessen in einem Interview die "Hetzjagd" gegen ihren Mann.
"Ich kann mich an keine Luftfahrt- oder Schiffskatastrophe erinnern, bei der der Verantwortliche mit solch einer Wucht angegriffen worden wäre", sagte Fabiola Russo dem französischen Magazin "Paris Match". "Das ist eine Hetzjagd." Man suche einen Schuldigen, einen Sündenbock. "Aber er ist kein Monster."
In der italienischen Wochenzeitung "Oggi" sagte die Seemannsgattin, ihr Mann stehe "am Pranger." Schettino liebe die Seefahrt, er kenne sich aus, habe nie aufgehört sich weiterzubilden, um deren Grenzen und die Regeln kennenzulernen. "Er hat sich nie damit begnügt, zu steuern. Deshalb war er für die Besatzung immer eine Anlaufstelle, ein Lehrer."
Das Bild, das Russo von ihrem Mann liefert, widerspricht dem Eindruck, den die Öffentlichkeit von ihm hat, seit der Mitschnitt seines Gesprächs mit der Hafenbehörde Livorno ans Licht kam. Da stottert, nuschelt und windet sich der Kapitän, bittet darum, nicht auf sein Schiff zurückkehren zu müssen, wo noch Hunderte in Seenot sind.
Hören Sie hier Kapitän Schettino: Der Mitschnitt des Telefonats mit dem Hafenamt untermauert die schweren Vorwürfe gegen ihn. zum Video
Schettino, wie seine Frau ihn sieht, sei entschlossen, standhaft und klug, in der Lage, Situationen zu analysieren, sie zu erfassen und zu bewältigen. Detailliert referiert Russo die verschiedenen Karrieresprünge ihres Mannes, um Vorwürfe zu entkräften, er sei nicht adäquat ausgebildet gewesen. "Er versteht sein Handwerk, aber auch jemand, der sein Handwerk versteht, kann sich irren, vorausgesetzt er hat sich geirrt."
Kapitän Francesco Schettino wird vorgeworfen, das Schiff zu nah an der italienischen Insel Giglio vorbei manövriert zu haben. Dadurch war der Luxusliner auf Felsen aufgelaufen und gekentert. Nach dem Unglück soll er zudem die Passagiere und die Besatzung an Bord im Stich gelassen haben. Bisher liegt die Zahl der Toten bei 16, nach Angaben des italienischen Zivilschutzes werden noch 16 Menschen vermisst, darunter mehrere Deutsche.
Die Bergungsfirma "Smit" hat mit den Vorarbeiten begonnen, um das Schweröl aus dem havarierten Kreuzfahrtschiff abzupumpen. zum Video
Quelle: Spiegel Online
Laura schrieb:
am 25. Januar 2012 um 20:05:17
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costa concordia
Ein modernes Schiff, in dieser Größenordnung, darf niemals auf
Fels laufen, egal wer was sagt oder schuld sein soll!! Der
Kapitän
gibt ein schlechtes Bild seines Könnens ab. Fahrlässig ist noch milde
ausgedrückt, angesichts der Tatsachen.Andrerseits 3000 Menschen
zugleich in wieviele Rettungsboote zu laden, verlangt strenge Disziplin
von beiden Seiten.?
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juditha schrieb:
am 25. Januar 2012 um 17:56:36
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costa concordia
Der Kapitän ist nun mal die höchste Instanz an Bord eines Schiffes. Ihm obliegt die Sicherseit der Passagiere und der
Manschaft. Wenn wirklich ein heikler Kurs von der Reederei gewünscht wurde, so hat ein verantwortungsvoller Kapitän diesen Kurs abzulehnen u.eine sichere Route zu wählen! Wenn er jedoch kein Rückrat hat, kann so eine Katastrophe passieren. Er ist sicherlich kein Monster; aber er war unsicher u. hat sich feige verhalten. Traurig für die Opfer!
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micha schrieb:
am 25. Januar 2012 um 16:30:13
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kapitän
kapitänsehre hin oder her die großen reederein baun schiffe für 4-5tausend menschen und haben rettungsboote und inseln für 1-200
leute wenn er wirklich die order bekommen hat so nah an der insel vorbeizufahren sollten die leute die das angeordnet haben zur rechenschaft gezogen werden!! überlegt doch mal wieviele lasterfahrer über die zeit fahren und das auch nur mit druck von oben!!! wenn du mal kapitän von so nem monster bist willst du doch auch nicht mehr hafenrundfahrten im bodden machen.
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