19.06.2011, 08:40 Uhr
Im Frankfurter Erlenbach war der gefährliche Darmkeim am Freitag nachgewiesen worden (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der renommierte EHEC-Forscher Helge Karch glaubt, dass der gefährliche Darmkeim sich im Moment vermehrt in der Umwelt ablagert. "Viele Menschen scheiden derzeit den Erreger aus", sagte der Professor des Universitätsklinikums Münster. Über die Fäkalien von EHEC-Patienten könne der Keim in die Umwelt gelangen und sich dort einnisten. Dass der Keim jetzt in einem Bach in Frankfurt am Main gefunden wurde, wundere ihn nicht, so der Wissenschaftler.
Der Erreger bilde eine Schleimschicht, in der er sich einniste und auch längere Zeiträume gut überstehe, sagte Karch bei einem Besuch von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Zudem sei der Erreger extrem widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen. Er überstehe selbst längere Zeit in saurem Milieu und sei kälteresistent. In den Laborkühlschränken des Instituts für Hygiene überlebe er bereits seit Wochen bei Temperaturen von fünf Grad Celsius, sagte Karch.
Im Frankfurter Erlenbach war am Freitag der aggressive Erreger vom Serotyp 0104:H4 nachgewiesen worden, der zu dem großen Ausbruch geführt hatte. Es müssten Strategien entwickelt werden, den Darmkeim dauerhaft zu beseitigen, sagte der EHEC-Experte. "Wir müssen verhindern, dass kontaminiertes Wasser zur Berieselung von Gemüsefeldern eingesetzt wird."
Wie ein Sprecher des Umweltministeriums sagte, werden am Erlenbach derzeit Wasserproben ausgewertet. Das Ministerium hatte am Freitag zwei angrenzende Höfe und die Besitzer von Kleingärten vorsorglich informiert. Sie dürfen das Wasser vorerst nicht mehr zum Bewässern nutzen und sollen Obst und Gemüse, das mit Wasser aus dem Erlenbach gegossen wurde, nicht mehr verzehren.
Das Darmbakterium ist in einem fließenden Gewässer bei Frankfurt nachgewiesen worden. zum Video
Zugleich mahnten die Behörden aber zur Besonnenheit. "Eine Verbindung des Baches zur öffentlichen Trinkwasserversorgung besteht nicht", sagte eine Sprecherin des hessischen Gesundheitsministeriums. Es habe seither auch keine neuen Krankheitsfälle gegeben.
Minister Bahr informierte sich bei dem Besuch in Münster über Karchs Forschungsarbeit und lobte den Wissenschaftler für die schnelle Identifizierung des EHEC-Stammes. Er gehe trotz allem davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie überwunden sei.
"Wir haben das Schlimmste hinter uns", sagte Bahr. Die rückläufigen Zahlen an Neuinfektionen gäben "Anlass zu verhaltenem Optimismus". Dennoch sei nicht auszuschließen, dass weitere Menschen an den Folgen der gefährlichen Darminfektion sterben.
Quelle: dpa
Chris schrieb:
am 19. Juni 2011 um 09:43:48
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EHEC
da bin ich mal froh das einige Landkreise in Bayern jetzt die Biotonne eingeführt haben. Besseren Nistplatz könnte es nicht geben.
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Er oder Es schrieb:
am 19. Juni 2011 um 09:40:49
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EHEC
Ich vermute mal, der EHEC Erreger ist schon lange unter uns und wurde von den Behörden nur verschwiegen solange nicht passiert ist und
nun versucht man eine Geschichte dazu zu erfinden damit andere Schuld haben.
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Teddybär schrieb:
am 19. Juni 2011 um 09:40:13
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EHEC
Vogelgrippe,Schweinegrippe,vorher Aids,Waldsterben usw.,die Abermillionen von Toten dieser Menschheitsplagen werden uns von "denen
da oben" nur verschwiegen.Es ist ganz einfach nur noch lächerlich, wie sich alles verrückt macht, und am Ende bleibt´s bei den ganz normalen statistischen Werten.Sind wir denn nur noch BILD- und RTL-Niveau gewohnt oder gibts noch realistisch denkende Menschen?
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