04.08.2011, 09:10 Uhr
Dürre bringt Treibstofftank des 2003 verunglückten Shuttles zum Vorschein.
Durch die anhaltende Trockenheit in Teilen der USA ist im Bundesstaat Texas einer der Treibstofftanks der 2003 verunglückten Raumfähre Columbia freigelegt worden. Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte, wurde der Tank in dem allmählich austrocknenden See Lake Nacogdoches nördlich von Houston zutage gefördert.
Der Sheriff der Stadt Nacogdoches habe die NASA vergangene Woche über den Fund informiert und Bilder des Tanks, der durch den gesunkenen Wasserstand sichtbar wurde, an die NASA weitergegeben, sagte eine Sprecherin. Dort hätten Experten das Fundstück schnell der verunglückten "Columbia" zuordnen können.
Die US-Raumfähre war im Februar 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wegen eines beschädigten Hitzeschilds auseinandergebrochen. Die sieben Astronauten starben bei dem Unglück. Die "Columbia" hatte insgesamt 18 Tanks, einige von ihnen sowie weitere Teile des verglühten Shuttles waren in der Vergangenheit bereits an anderen Orten entdeckt worden. Laut NASA wurden bislang 38 bis 40 Prozent der "Columbia" gefunden.
Das "Columbia"-Unglück war der zweite schwere Unfall der Shuttle-Ära. Bereits am 28. Januar 1986 explodierte die Raumfähre "Challenger" nur wenige Sekunden nach dem Start und brach auseinander. Auch dabei starben alle sieben Astronauten an Bord. Grund waren defekte Dichtungsringe in einer der Feststoffraketen.
Quelle: dpa , AFP
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