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Drogenanbau am Hindukusch: Afghanistan bleibt größter Opiumproduzent

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Das Land, in dem Opium und Gras sprießen

06.02.2008, 12:07 Uhr

Mohnanbau in Afghanistan (Foto: Reuters) (Quelle: dpa) Mohnanbau in Afghanistan (Foto: Reuters) (Quelle: dpa)Afghanistan bleibt nach Angaben der UNO in diesem Jahr weltweit größter Heroin-Rohstofflieferant - und ist nun auch einer der größten Cannabis-Produzenten. Während die Produktion des Heroin-Grundstoffs Opium im Vergleich zum Rekordjahr 2007 voraussichtlich leicht zurückgehen werde, steige die Cannabis-Produktion. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten UN-Studie zum Drogenanbau in dem Land am Hindukusch hervor.

"Erschreckend hoch"

Die Opium-Produktion werde auch 2008 "erschreckend hoch" sein, sagte der Leiter des UN-Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung (UNODC), Antonio Maria Costa. Aus Afghanistan kommen mehr als 90 Prozent des weltweiten Opiums. Bei Cannabis sei in den untersuchten Gebieten eine Steigerung von 13 auf 18 Prozent zu erwarten.

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Viel Geld für die Taliban

Drogenanbau und Drogenhandel sind eine Haupteinnahmequelle der Taliban. Nach Angaben von UNODC-Chef Costas verdienen die Radikalislamisten bis zu 100 Millionen Dollar allein aus so genannten Steuern, die sie von den Opiumbauern erheben. Weitere Einnahmequellen seien Abgaben von Heroin-Laboren und der Drogenexport. Auch Stammesführer und korrupte staatliche Sicherheitsbeamte seien beteiligt.

Kredite gegen Opium

Die Drogenbarone im Land böten den verarmten Bauern bislang größere Unterstützung als die Regierung in Kabul, erklärte UNODC-Vertreterin Christina Oguz in einer weiteren Erklärung. Mit schnellen Krediten als Gegenleistung für die Verpflichtung, Opium anzubauen, machten sie die Bauern abhängig. Zudem stellten sie billige Samen und Dünger zur Verfügung.

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Opium-Hochburgen im Süden

Die größte Steigerung der Opium-Produktion sei im umkämpften Süden des Landes zu verzeichnen, wo die Taliban wieder erstarkt sind und die Regierung in Kabul wenig oder keinen Einfluss habe. Auf die höchsten Zuwachsraten kam laut UNO die südwestliche Grenz-Provinz Nimros, die an den Iran und Pakistan grenzt. Die Region gilt als eine Hochburg des Drogenhandels.

"Schwere Gesundheitsfolgen"

"Afghanische Drogen, und die Gelder, die sie einbringen, sind eine destabilisierende Kraft", warnte Costa. Europa, Russland und die Länder entlang der afghanischen Heroinrouten sollten sich "gegen schwere Gesundheits- und Sicherheitsfolgen wappnen".

Kein Eingreifen möglich

Im Nordosten, wo die Anbaufläche in den vergangenen Jahren drastisch abgenommen hat, ist die Bundeswehr eingesetzt. Ihr ist der Kampf gegen den Drogenanbau allerdings durch ihr Mandat ausdrücklich untersagt.

Informationskampagne gestartet

In diesem Jahr sollten rund 50.000 Hektar Drogen-Anbaufläche zerstört werden, kündigte Polizei-Chef Mohammad Sarfar an. Eine Informationskampagne des Ministeriums für Drogenbekämpfung sei im Gange.


Quelle: dpa , AFP

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Kommentare (1)

zum Forum

Thema: "Drogenanbau am Hindukusch: Afghanistan bleibt größter Opiumproduzent "

eine mutter schrieb: am 19. Mai 2011 um 11:22:43
(0) (0) opium
diesen dreck wird niemand niemals unter kontrolle bekommen dafür sind die politiker weltweit einfach zu weich...aber vielleicht
bekommen sie ja auch nen stück vom illegalen handel ab...
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