13.02.2012, 11:12 Uhr
Die Dresdner Theater, Museen und Orchester protestieren gemeinsam sichtbar gegen Neonazis. (Quelle: dpa)
Dresden gedenkt heute der Opfer der Bombenangriffe auf die Stadt vor 67 Jahren. Zugleich wollen sich Einwohner und Angereiste gegen einen abendlichen Fackelmarsch von Rechtsextremisten zur Wehr setzen.
Große Leinwände und Plakate in der Innenstadt fordern seit Tagen deutlich sichtbar zur friedlichen Gegenwehr auf. Dazu haben mehrere Parteien, Kirchen und Verbände auch bundesweit aufgerufen. Tausende Menschen werden in der Stadt erwartet, die am 13. und 14. Februar 1945 durch englische und US-amerikanische Bomber in Schutt und Asche gelegt worden war.
Der Tag beginnt mit zahlreichen Veranstaltungen auf Friedhöfen und in Kirchen. Am Nachmittag wird offiziell der etwa 25.000 Toten der Bombennacht gedacht. Auf dem Heidefriedhof, der letzten Ruhestätte vieler Opfer, werden weiße Rosen niedergelegt. Um 17.00 Uhr soll dann eine Menschenkette um die Altstadt gebildet und eine Stunde später unter Geläut der Kirchenglocken für 15 Minuten geschlossen werden.
In die Kette werden sich unter anderen Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Regierungschef Stanislaw Tillich (beide CDU) einreihen. Erwartet werden auch die Grünen-Politiker Claudia Roth, Cem Özdemir, Renate Künast und Jürgen Trittin, der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sowie die Linke-Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch.
Bis in die Nacht hinein gibt es in den Kirchen der Stadt Gelegenheit zum stillen Gedenken. "Mit Mut und Toleranz - Dresden bekennt Farbe" ist das Motto dieser und anderer Aktionen, zu denen die überparteiliche städtische Arbeitsgruppe "13. Februar" aufgerufen hat.
Parallel wird es Demonstrationen und Kundgebungen gegen Neonazis geben, die den Gedenktag seit Jahren immer wieder für Aufmärsche nutzen und die deutsche Kriegsschuld leugnen. So soll am Mittag ein Mahngang "Täterspuren" in Erinnerung rufen, dass Dresden im Zweiten Weltkrieg auch eine Hochburg von Nazis war. Das linke Bündnis "Dresden Nazifrei" hat zur Blockade des Fackelmarsches aufgerufen. Zu diesem Aufmarsch von Rechtsextremisten am Rande der City um 18.00 Uhr werden bis zu 2000 Neonazis erwartet.
Die Polizei ist angesichts der Blockade-Aufrufe auf einen Großeinsatz vorbereitet. 4200 Beamte aus mehreren Bundesländern werden präsent sein. Im vergangenen Jahr waren bei Ausschreitungen von Linken und Rechten mehr als 100 Polizisten verletzt worden. Die Polizei will die Lager diesmal nicht weiträumig trennen. Anders als in den Vorjahren sind Proteste in Sicht- und Hörweite der Neonazi-Demonstration erlaubt.
Quelle: dpa
Bernd schrieb:
am 13. Februar 2012 um 15:59:03
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Dresden
So Leid wie mir alles tut, wir haben den Krieg begonnen und müssen die Folgen tragen. Ob Dresden, Hamburg oder Köln. Was ist nun
ein Kriegsverbrechen? Die Alliierten haben Deutschland bombardiert damit Deutschland endlich in die Knie geht, bzw. gezwungen wird. Wie würden heutige Länder reagieren, die angegriffen bzw. die sich verteidigen müssen, auch nicht anders als die Alliierten.Sie haben zu spät begriffen das der Hitler-Stalin Pakt nur ein Vorwand war, um in Sibirien Panzer zu produzieren.
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