08.10.2011, 16:41 Uhr
Ein vergleichbares kosmisches Spektakel gibt es wohl erst in 51 Jahren wieder: Am Samstagabend kommt es zu einem sogenannten Draconiden-Schauer. Astronomen rechnen mit bis zu 600 Sternschnuppen in der Stunde.
Das Himmelsleuchten sei überall auf der Welt zu sehen, wo es dunkel ist, sagt Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. In Deutschland erwartet er die meisten Sternschnuppen gegen 22 Uhr.
Allerdings müssen Sternengucker hierzulande mit zwei Einschränkungen leben. "Weil der Mond recht hell ist, wird der Laie nur ungefähr hundert pro Stunde sehen", sagt Jahn. Der volle Mond überstrahle die meisten Sternschnuppen mit seinem Licht.
Um dem Mondlicht ein Schnippchen zu schlagen, hilft aber ein kleiner Trick: "Beobachter müssen vom Mond abgewandt in den Himmel schauen", raten Astronomen von der Internationalen Meteor-Organisation (IMO). Geduldige Beobachter könnten dann sogar Feuerbälle am Firmament erspähen, sagt Jahn.
"Das sind etwas größere Körnchen, die mehr Energie haben und deswegen heller am Himmel erscheinen." Sie leuchteten in etwa so hell wie die Venus, die allerdings erst Ende Oktober am Himmel zu sehen ist. "Das fällt schon richtig auf. Man dachte ja früher wirklich: Es fällt Feuer vom Himmel."
Wie die "Welt" in ihrer Onlineausgabe berichtet, stehen die Chancen, das Schauspiel im Süden und Südwesten Deutschlands beobachten zu können, wegen des bedeckten Himmels aber sehr schlecht. Etwa ab der Höhe von Hannover könnte es aber komplett aufklaren. Hier sind die Aussichten auf den Sternschnuppen-Schauer am besten.
Die US-Weltraumbehörde NASA sorgt sich unterdessen um die Satelliten im Weltall. Der Draconiden-Strom sei ein Risiko für erdnahe Objekte im All, schreiben William Cooke und Danielle Moser vom Meteoriten-Büro der NASA. Spezielle Programme sollen daher die Risiken ausloten.
Die Draconiden seien mit etwa 21 Kilometern pro Sekunde relativ langsam, erklärt Jost. Für einen Satelliten sei das aber schon viel. "Wenn so ein Staubkörnchen einen Satelliten trifft, dann gibt es ein Loch."
Ihren Namen verdanken die Draconiden dem Sternbild des Drachen, aus dem sie zu kommen scheinen. Ähnlich viele Drachen-Sternschnuppen wie in diesem Jahr regnete es zuletzt vor 13 Jahren. Spektakuläre Ströme gab es nach IMO-Angaben noch 1933 und 1946.
Dazwischen machten die Draconiden eher wenig von sich reden. "Es gibt Sternschnuppenströme, die für Jahrzehnte wieder verschwinden", sagt Jahn. "Weil die Wolken auch durch die Gravitation der anderen Planeten und der Sonne gestört werden, so dass sie nicht immer an derselben Stelle sind." In diesem Jahr komme die Erde dem Schweif des Kometen 21P/Giacobini-Zinner aber besonders nah.
Das diesjährige Himmelsschauspiel könnte für längere Zeit auch wieder das letzte sein. "2062 sollen viele kommen und 2098 soll es sehr stark werden", sagt Jahn.
Quelle: t-online.de , dpa
jonny-58 schrieb:
am 8. Oktober 2011 um 18:46:05
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@ johannes von patmos
Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge?
Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.
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Rena schrieb:
am 8. Oktober 2011 um 18:37:57
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Sternschnuppe
Leider wird man nur wegen des schlechten Wetter nichts sehen. Schade!!!
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Georges schrieb:
am 8. Oktober 2011 um 18:37:08
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Sternschnuppen
Und hinter den kleinen Schnuppchen taucht dann urplötzlich ein Riesending auf und bumms, das war es dann.
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