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Ex-Freund eines der Opfer gesteht die Tat
28.08.2009, 00:02 Uhr
Polizei auf dem Campingplatz in Cuxhaven (Foto: dpa)
Nach dem Doppelmord auf einem Campingplatz in Cuxhaven hat der festgenommene 30-Jährige die Tat gestanden. Das Amtsgericht erließ Haftbefehl wegen Mordes und Totschlags. Der junge Mann aus Peine in Niedersachsen habe zugegeben, in der Tatnacht mit einem Küchenmesser auf seine Ex-Freundin und eine weitere Frau eingestochen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Urlaubsgäste hatten am Mittwochmorgen die beiden toten 27-Jährigen aus Peine und Winsen/Aller auf dem Campingplatz entdeckt. Noch am selben Tag hatten die Fahnder den Beschuldigten festgenommen.
Seinem Geständnis gegenüber Polizei und Haftrichter zufolge hat der Mann aus Peine die Trennung von seiner Ex-Freundin nie wirklich verwunden. Der 30-Jährige war nach Angaben des Staatsanwalts mit einem der Opfer einige Monate zusammen gewesen. Vor einigen Wochen hätten sich die beiden getrennt.
Angriff im Schlaf
In der Nacht zum Mittwoch sei der 30-Jährige dann auf den Campingplatz in Cuxhaven gefahren, wo die 27-Jährige mit einer gleichaltrigen Freundin ihren Urlaub verbrachte. Er habe beide Frauen schlafend vorgefunden. Als seine Ex-Freundin aufgewacht sei, habe er mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen. Dann sei die andere Frau ebenfalls aufgewacht, und er habe auch auf sie eingestochen.
Geplanter Mord?
Der Cuxhavener Richter wertete nach Angaben der Staatsanwaltschaft die zweite Tat als Mord, da der Verdächtige damit die Tötung der ersten Frau habe verdecken wollen. Es sei noch nicht klar, ob der Mann von Anfang an vorhatte, die beiden schlafenden Frauen zu töten, sagte der Staatsanwalt. Er habe das Messer jedoch mitgebracht.
Blutbefleckte Kleidung im Müllcontainer
Urlaubsgäste hatten am frühen Mittwochmorgen die Polizei zum Campingplatz "Machulez" im Stadtteil Sahlenburg gerufen. Sie hatten dort laute Schreie gehört. Zeugen, die das Auto des Verdächtigen in der Nähe gesehen hatten, führten die Fahnder schließlich auf die Spur des 30-Jährigen. Polizisten nahmen ihn noch am selben Tag fest. Dem Staatsanwalt zufolge entdeckten sie in einem Müllcontainer vor seiner Wohnung blutbefleckte Kleidung.
Schock in Cuxhaven
Touristen und Einwohner von Cuxhaven reagierten geschockt. Mit dem Blutbad in dem Ferienort war es innerhalb weniger Tage bereits zum zweiten Mal zu einem Beziehungsdrama auf einem Campingplatz gekommen. Am vergangenen Wochenende hatte ein 33-Jähriger bei Coesfeld in Nordrhein-Westfalen seine ehemaligen Freundin und deren Eltern getötet.
Quelle: dapd
, dpa