16.11.2011, 07:48 Uhr | Von Jörg Diehl, Düsseldorf
Ein Internet-Café Kassel: 2006 ermordeten Neonazis den Besitzer - einer der sogenannten Döner-Morde (Quelle: dpa)
Die Rolle eines Agenten des hessischen Verfassungsschutzes im Fall der sogenannten Döner-Morde durch Neonazis wird immer zwielichtiger: Er soll sich Zeitungsberichten zufolge an einem, möglicherweise sogar an sechs der neun Tatorte aufgehalten haben.
Das hat nach Angaben der "Bild"-Zeitung ein Bewegungsprofil der Polizei ergeben. Und: Nachdem der Agent aufgeflogen war, habe es keine Döner-Morde mehr gegeben. In der Wohnung des Mannes seien damals mehrere Waffen gefunden worden.
Im Blickpunkt steht jetzt vor allem die letzte Tat aus der Mordserie: die Ermordung eines türkischen Ladenbesitzers in Kassel am 6. April 2006. Nach bisheriger offizieller Darstellung hatte der Verfassungsschützer eine Minute vor dem Mord den Tatort, ein Internetcafé, verlassen.
Diese Annahme könne nun nicht mehr aufrechterhalten werden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Sicherheitskreise in Wiesbaden: Nach deren Informationen soll der Beamte zum Zeitpunkt des Mordes noch dort gewesen sein.
Im Fall der Döner-Mordserie wird dem Mann vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. zum Video
Der Verfassungsschützer sei inzwischen vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Mord in Kassel gegen ihn ermittelt, die Ermittlungen jedoch eingestellt, weil sie dem Verdächtigen keinen Zusammenhang mit der Tat nachweisen konnte. Die Frage war, warum sich der mutmaßliche Tatzeuge nicht gemeldet hatte. Laut Informationen des Hessischen Rundfunks soll er in dem Internet-Café seinen sexuellen Neigungen nachgegangen seine und aus Scham geschwiegen haben.
Die Tat von Kassel, bei der ein 21-jähriger Türke erschossen wurde, wird wie acht weitere Morde der rechtsextremen Terrorgruppe NSU aus Zwickau zugerechnet. Dahinter soll unter anderem das Trio aus Jena in Thüringen stecken, das wahrscheinlich auch noch für weitere Anschläge verantwortlich ist - unter anderem den Polizistenmord von Heilbronn.
Sie flogen erst auf, als Anfang November zwei Mitglieder der Gruppe nach einem Bankraub in ihrem Wohnmobil in Eisenach Selbtmord begingen. Kurz darauf wurden in ihrer Wohnung die Tatwaffen entdeckt.
Quelle: ckr , dpa , AFP
Es reicht schrieb:
am 15. November 2011 um 16:06:03
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Macht bitte zu
Besser ihr schließt das Thema hier. Es reicht schon das in Twitter gemeinheiten am Kopf geworfen werden. Danke.
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Demokrat schrieb:
am 15. November 2011 um 15:56:44
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t-online
vielleicht sollten Sie wirklich das Forum schließen. Da hat "Genervter" schon recht. Hier tummeln sich wirklich etliche
Neonazis. Die können dann wieder im PI Forum hetzen, dann bleiben sie wenigsten mit ihrem verbalen Müll unter sich.
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GenervterGenervter schrieb:
am 15. November 2011 um 15:46:42
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(5)
@Genervter
Wo steht den hier bitte Nazi-Hetze oder Hetz-Parolen? Beweise es!
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