
25.10.2010, 10:57 Uhr
Galileo soll dem amerikanischen GPS-System Konkurrenz machen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Das deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), die Deutsche Telekom und Telespazio aus Italien übernehmen gemeinsam die Kontrolle für das geplante Satellitennavigationssystem Galileo. Das berichtet das "Handelsblatt".
Ein entsprechender Vertrag mit der Europäischen Kommission und der Weltraumagentur ESA solle in Kürze unterzeichnet werden, zitiert die Zeitung einen Sprecher des DLR. Die Verhandlungen hätten über zwei Jahre gedauert.
Der Vertrag über 194 Millionen Euro umfasst den Betrieb von zwei Kontrollzentren in Rom und Oberpfaffenhofen bei München und ist zunächst bis 2016 begrenzt. Die Partner gehen aber davon aus, Galileo auch danach betreiben zu können.
Galileo soll als Ergänzung und Konkurrenz zum amerikanischen GPS-System eine metergenaue Positionsbestimmung ermöglichen. Der Aufbau wurde mehrfach verschoben. Die Kosten mussten deutlich nach oben korrigiert werden; das auf 3,4 Milliarden Euro veranschlagte Budget wird vermutlich um mindestens anderthalb Milliarden überschritten. Die ESA will im kommenden Jahr mit dem Start der insgesamt 30 Satelliten beginnen, ab 2014 sollen erste Basisdienste zu empfangen sein.
Quelle: dpa-AFX
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