26.01.2011, 11:44 Uhr
Dioxin wurde bei Kontrollen in jeder sechsten Ei-Probe nachgewiesen (Foto: dpa)
Im Dioxinskandal war jedes sechste getestete Ei mit dem krebserregenden Gift belastet. Das geht aus einem Bericht des Landwirtschaftsministeriums hervor.
Bei Schweinefleisch sei nur eine von 127 Proben über dem Grenzwert gewesen, bei Legehennen seien es zwei Überschreitungen gewesen.
Bundesweit sind noch 422 Höfe vorläufig gesperrt, 419 davon in Niedersachsen. Heute will der Bundestags-Verbraucherausschuss über die Situation beraten.
Bund und Länder wollen schärfere Kontrollen und mehr Auflagen für die Futtermittelwirtschaft umsetzen.
Am Dienstag hatte Russland als Folge des Dioxinskandals mit sofortiger Wirkung die Einfuhr von deutschem Geflügelfleisch verboten. Futtermittel für Geflügel könne Dioxin enthalten, teilte der stellvertretende Leiter der russischen Agraraufsichtsbehörde, Nikolai Wlassow, mit.
Bereits zuvor habe Russland die Einfuhren von Schweinefleisch und lebenden Schweinen aus Deutschland gestoppt, sagte Wlassow laut der Agentur Interfax. Das Verbot gelte zunächst für einen Monat. Moskau ersetzt deutsche Produkte in dieser Zeit auch durch Fleisch aus Brasilien und Kanada.
Quelle: dpa
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