Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Panorama > Kriminalität >

Dioxin-Skandal: Zu viel Dioxin in deutschen Legehennen

...

Zu viel Dioxin in deutschen Legehennen

08.01.2011, 16:42 Uhr

Nun wurde auch in deutschen Legehennen zu viel Dioxin gemessen (Foto: AP)

Nun wurde auch in deutschen Legehennen zu viel Dioxin gemessen (Foto: AP)

In deutschen Legehennen ist zu viel Dioxin gemessen worden. Drei Hühner hätten das 2,5-fache des erlaubten Gift-Grenzwerts aufgewiesen, bestätigte das Landwirtschaftsministerium. Derweil wurden neue Vorwürfe gegen die Futterfett-Firma Harles und Jentzsch laut: Der Verdacht des Betrugs und der Steuerhinterziehung liege nahe, sagte Sprecher Gert Hahne vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium. Das Magazin "Der Spiegel" berichtet zudem, das Unternehmen habe staatlichen Kontrolleuren überhöhte Dioxin-Werte vorenthalten.

Im Bundeslandwirtschaftsministerium gehen derzeit die ersten Ergebnisse zahlreicher Dioxin-Analysen ein, teilte dessen Sprecher Holger Eichele mit. Das Fettgewebe dreier Legehennen aus Nordrhein-Westfalen wies demnach erhöhte Dioxin-Gehalte von 4,99 Pikogramm Dioxin je Gramm Fettgewebe auf. Der Grenzwert liegt bei zwei Pikogramm je Gramm (pg/g). Ein Pikogramm ist ein billionstel Gramm.

Anzeige

Deutsche Produkte unter der Lupe

"Das Fleisch ist nicht in Verkehr gekommen. Die Tiere wurden getötet und die Tierkörper unschädlich vernichtet", erklärte Eichele. "Alle Eier des Betriebs wurden von den Behörden zurückgerufen und die betreffenden Eiernummern im Internet veröffentlicht", ergänzte er. Legehennen werden unter normalen Umständen unter anderem als Suppenhühner verkauft.

Nachrichten
Dioxin-Verdacht: 4700 Betriebe gesperrt

Am stärksten betroffen sind offenbar Schweinemastbetriebe. Verbraucherministerin Aigner fordert europaweite Schutzregeln. zum Video

Nach Ansicht des niedersächsischen Ministeriumssprechers Hahne spricht vieles dafür, dass der Futterfetthersteller Harles und Jentzsch seine Kunden betrogen und technische Mischfettsäure als teures Futterfett verkauft habe. Für eine Tonne Industriefett habe die Firma bloß 500 Euro erlösen können, für eine Tonne Futterfett hätten die Kunden aber 1000 Euro bezahlt. Hier liege der Verdacht der falschen Rechnungsstellung und somit der Steuerhinterziehung nahe, sagte Hahne. Ohnehin ermittelt die Justiz gegen das Unternehmen wegen des Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz.

Milchbauern können aufatmen

Hunderte Milchbauern können im Dioxin-Skandal aufatmen: Die Landesministerien haben die Sperrung mehrerer hundert Milchbetriebe in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen aufgehoben. "Sämtliche 462, vorsichtshalber gesperrten Milchbetriebe sind wieder freigegeben", sagte der Sprecher des niedersächsischen Agrarministeriums, Gert Hahne. Auch in Nordrhein-Westfalen gab das Ministerium die 12 vor einigen Tagen gesperrten Milcherzeugerbetriebe im Kreis Minden-Lübbecke im äußersten Nordosten des Bundeslandes frei.

Wegen des Dioxin-Skandals werden dennoch deutsche Produkte weltweit unter die Lupe genommen: Jetzt hat Südkorea die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch und Geflügelprodukten gestoppt. Großbritannien nimmt Produkte mit Eiern aus Deutschland aus den Regalen.

Die meisten der Kuchen und Törtchen, die betroffen sein könnten, seien bereits verkauft und vermutlich schon gegessen, teilte die für Ernährung zuständige britische Behörde Food Standards Agency (FSA) mit. Vorsorglich sollen die Geschäfte auch die wenigen Reste aus dem Verkehr ziehen. Die FSA hatte in den vergangenen Tagen mehrfach darauf hingewiesen, dass von den Eiprodukten keine Gefahr für die Gesundheit ausgehe. Der Dioxin-Gehalt bei der Verarbeitung so weit verdünnt worden, dass kein Risiko bestehe. Rund 14 Tonnen der verseuchten Eier sollen nach Großbritannien gelangt sein.

Blockade bis Fleisch wieder sicher ist

Wie ein hoher Beamter im Landwirtschaftsministerium in Seoul mitteilte, sei die Kontrolle von Fleischprodukten aus Deutschland blockiert worden. Es handele sich um eine vorübergehende Maßnahme, sagte Chang Jae Hong. Es sei aber kein formales Importverbot verhängt worden.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ist Südkorea das erste Land, das wegen des Dioxinskandals kein Fleisch mehr importiert. Ein Sprecher des EU- Gesundheitskommissars John Dalli sagte dem Blatt, dass die Südkoreaner von der EU-Kommission sogar ein Exportverbot verlangt hätten.

Grafik: Was ist Dioxin? Grafik: Was ist Dioxin?

Fleischprodukte aus Deutschland würden solange nicht mehr eingeführt, "bis wir hören, dass das Fleisch sicher ist", sagte Chang. Die deutschen Behörden seien um detaillierte Informationen gebeten worden. Deutsche Fleischprodukte, die sich bereits im Land befinden, werden dem Ministerium zufolge gründlich auf Gift geprüft.

Am Freitag war bekannt geworden, dass verseuchtes Tierfutter in Deutschland schon viel länger im Umlauf ist als bislang bekannt. Zudem war die Giftdosis bei neuen Proben vom Futterfetthersteller Harles und Jentzsch aus Schleswig-Holstein 78 Mal so hoch wie erlaubt, und zwar in neun von zehn Proben, wie das Kieler Agrarministerium mitteilte.

Die Proben stammen aus der Zeit vom 11. November 2010 bis Ende Dezember. Alles in allem wurden mehrere hundert Proben mitgenommen, datiert auf die Zeit seit Juni. Aber bereits im März fand ein Labor in Industriefetten der Firma Dioxinwerte, die doppelt so hoch lagen wie der Grenzwert. Die Behörden erfuhren davon jedoch nichts.


Quelle: dpa , dapd

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Dioxin-Skandal: Zu viel Dioxin in deutschen Legehennen " verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Dioxin-Skandal: Zu viel Dioxin in deutschen Legehennen " gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (322)

zum Forum

Thema: "Dioxin-Skandal: Zu viel Dioxin in deutschen Legehennen "

Schnelli schrieb: am 8. Januar 2011 um 19:44:59
(0) (0) Dioxin
Da wird Futtermittel vergiftet auf Teufel komm raus nur um Profit zu erzielen.Wo bleibt die Justiz?Warum sind diese Gangster nicht
hinter Schloss und Riegel?
mehr Kommentar melden

dollar schrieb: am 8. Januar 2011 um 19:14:12
(0) (0) Dioxin
......jaja und die Panscher natürlich noch freiem Fuss statt hinter Gittern, das ist Deutschland und die Justiz. Politiker ohne
Rückrad (nur laberlaber) wie zu allen Themen, doch das deutsche Volk ist ja so doof sich von denen auf der Nase rumtanzen zu lassen, wacht endlich auf. Geiz ist geil, so sind die meisten drauf, nur damit lässt sich Marktwirtschaft betreiben, gebt einfach mal für´n Kilo Fleisch ein paar Euro mehr aus, dann können auch die kleinen und besseren Höfe überleben (Qualität)
mehr Kommentar melden

Ich wundere mich schrieb: am 8. Januar 2011 um 19:11:01
(0) (0) Dioxin
doch sehr, daß Mensch immer nur an Mensch denkt - beachtet doch bitte auch mal das Dasein bzw. Töten der betroffenen Tiere!!! Die
Landwirte kriegen ihre Entschädigung, wie immer! Ganz davon abgesehen, ist euch eigentlich klar, welch große Katastrophe die Bauern alljährlich vollführen??? Die spritzen Pestizide, spritzeen das Gras trocken und wieder grün, spritzen gegen Unkraut usw., viele Tiere gehen dabei "drauf", und auch Arten sterben auf diese Art und Weise aus, die Bauern tun mir nicht leid
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Riesiger Fernsehgenuss
Knüller knallhart bei euronics.de

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Hier sparen Sie bis zu 90%
Bildschöne Mai-Schnäppchen zum kleinen Preis - bei Hugendubel.de

Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Whistleblower gefeu- ert: Firma muss zahlen
Altenpflegerin Brigitte Heinisch (Quelle: dpa)

Altenpflegerin erhält 5- stellige Abfindung. mehr

Es bleibt dabei: Hertha muss in die zweite Liga
Fans stürmen den Rasen beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC.

Bizarre Kriegsvergleiche ziehen nicht. mehr


Anzeigen

Anzeige

UMFRAGE

Werden Sie wegen des Dioxin-Skandals öfter zu Bioprodukten greifen?

Anzeige
Einkaufswelt
Unglaubliche Ersparnis
Tiefpreise: Patronen für Canon-Drucker bei druckerzubehoer.de

Bis zu 92% auf Patronen für Marken-
drucker. von druckerzubehoer.de

Augenblicke
Fotos des Tages
Der Formel Eins Bolide des Finnen Heikki Kovalaien wird mit einem Kran von der Fahrbahn gehievt. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Ein Kran hievt einen Boliden von der Strecke. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche
Der größte Fluss der USA - der Mississippi - fließt auf diesem eingefärbten Satellitenbild in den Golf von Mexiko. Die Vegetation ist pink dargestellt, die Ablagerungen im Wasser hellblau und grün. Das Mississippi-Delta ist wegen seiner Form auch als "Vogelfuß"-Delta bekannt. Durch Öl- und Gasausbeutung und den steigenden Wasserpegel geht jede halbe Stunde ein Fußballfeld-großes Stück Land verloren. (Quelle: USGS/ESA)

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Glücksspiel
Die aktuellen Lottozahlen
(Foto: dpa)

Lotto 6 aus 49, Spiel 77, Super6 und Eurojackpot. zu den Lottozahlen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige