15.01.2011, 18:53 Uhr
Der Dioxin-Skandal weitet sich aus (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Der Dioxin-Skandal weitet sich aus: Ein Futterhersteller in Niedersachsen soll seine Lieferbeziehungen nicht vollständig den Behörden gemeldet haben. Das Unternehmen war Kunde des Futtermittelproduzenten Harles und Jentzsch, der den Skandal verursacht haben soll. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ging das Futter an 934 Betriebe, auch in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bayern. Die Betriebe wurden gesperrt.
Unter den gesperrten Höfen sollen 110 Legehennenbetriebe, 403 Schweinemastbetriebe und 248 Ferkelmastbetriebe sein. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg nahm Ermittlungen gegen den Futterhersteller auf und ließ die Geschäftsräume durchsuchen. Die Beamten wollten Beweismaterial sicherstellen, sagte Staatsanwältin Carolin Castagna. Zu den durchsuchten Firmen gehörten zwei Betriebe in Damme sowie je ein Betrieb in Soltau und Steinfeld.
Der Futterhersteller habe erst auf Druck der Behörden vollständige Lieferzeiten eingereicht, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass etwa zehn Tage lang Endprodukte - vorwiegend Eier - in den Markt gelangt sein könnten.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sprach von einem "Skandal im Skandal" und forderte die Ablösung der politisch Verantwortlichen. Dies sind derzeit Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) in Vertretung eines fehlenden Agrarministers sowie Agrarstaatssekretär Friedrich-Otto Ripke. Der Bund sei erst am Samstagmorgen von Niedersachsen informiert worden.
"Mir wurde von niedersächsischer Seite wiederholt und auch gestern erneut mit Nachdruck versichert, dass die für die Futter- und Lebensmittelüberwachung zuständigen Landesbehörden alle erforderlichen Maßnahmen zur Aufklärung des Dioxin-Falls in die Wege geleitet hätten", sagte Aigner. Sie erwarte einen ausführlichen Bericht von Ministerpräsident David McAllister (CDU). "Und ich erwarte, dass er personelle Konsequenzen zieht."
Wegen Dioxinverdachts sind in Niedersachsen weitere 934 landwirtschaftliche Betriebe gesperrt worden. zum Video
Das Agrarministerium in Hannover will sich jedoch nicht unter Druck setzen lassen. Agrar-Staatssekretär Ripke sagte: "In schwierigen Situationen muss ruhig entschieden werden. Das erwarte ich auch vom Bundeslandwirtschaftsministerium. Ich bin nicht erfreut, werde aber eine saubere Abwicklung im Sinne des Verbraucherschutzes weiter betreiben. Ich arbeite weiter."
Aigner war zuvor selbst massiv unter Druck geraten, weil sie erst nach einigen Tagen öffentlich auf den Skandal reagiert und zunächst auf die Länder verwiesen hatte. Kanzlerin Angela Merkel soll sich laut Medienberichten am vergangenen Mittwoch verärgert darüber gezeigt haben, welches Bild dies in der Öffentlichkeit erzeugt.
Laut Regierungssprecher Steffen Seibert stützt Merkel aber ihr Vorgehen. Unionsfraktionschef Volker Kauder nahm sie in Schutz. "Frau Aigner hat die volle Unterstützung der Bundestagsfraktion." Es sei richtig, dass sie erst einmal einige Tage analysiert habe.
Quelle: dapd , dpa
chris schrieb:
am 15. Januar 2011 um 19:51:27
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@bodhimaus 19:23 Uhr
Liebe/r bodhimaus, wenn ich mich outen könnte, so würden Sie sicherlich von den PC-Tasten fallen. Nur so viel, ich
habe mehrere Jahre in N gelebt. Leider wohne ich einige km von Niedersachsen entfernt, muss aber gestehen, das ich mit den
Flachland-Panschern keinen Konsens eingehen würde. Unsere Nachbarn z.B. BeNeLux usw. werden mit uns scharf die
politische Landschaft aufmischen. Dieser Skandal trägt die Handschrift "Made in Germany".Nicht nur zum Vorteil des Verbrauchers .Ich verstehe Sie !
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zorro schrieb:
am 15. Januar 2011 um 19:43:33
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dioxin
wir finden euch ihr verbrecher,dafür werdet ihr bezahlen....
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Rattengift schrieb:
am 15. Januar 2011 um 19:39:41
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alles gewollt
Jetzt rotten sie uns aus, das Geld wird knapp.
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