Katharina Althaus: "Mein Mann ist wieder der Alte"
11.03.2009, 12:46 Uhr
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus soll es wieder besser gehen (Foto: dpa)
Der Gesundheitszustand des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus hat sich nach Angaben seiner Ehefrau in den vergangenen zwei Wochen "erheblich verbessert". Katharina Althaus sagte dem Magazin "Stern", ihr Mann werde im Wahlkampf im Sommer wieder voll einsatzfähig sein. "Seit es ihm besser geht, kann man sagen: Er ist wieder der Alte."
Katharina Althaus äußerte sich optimistisch: "Mein Mann wird das Amt des Ministerpräsidenten wieder ausüben können. Er will zu 100 Prozent in sein Amt zurück." Er nehme wieder sehr viel intensiver am Geschehen teil als noch vor ein paar Wochen. Sie jogge mit ihm täglich vier Kilometer. Er habe inzwischen auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Der Ministerpräsident wird seit 16. Januar wegen seiner schweren Kopfverletzung, die er bei seinem Skiunfall am Neujahrstag in Österreich erlitt, in einer Rehabilitationsklinik in Allensbach am Bodensee behandelt.
"Mein Mann hat Größe gezeigt"
Der stationäre Aufenthalt werde demnächst durch eine ambulante Behandlung in Thüringen abgelöst, sagte Katharina Althaus. Auf die Frage, wie stark ihren Mann die persönliche Schuld an dem Unfall bewege, bei dem die 41 Jahre alte Beata Christandl ums Leben kam, sagte Katharina Althaus: "Es war ein Unglück, das jedem hätte passieren können. Trotzdem hat mein Mann die volle Verantwortung für sein Handeln übernommen. Damit hat er auch Größe gezeigt."
Vogel: "Mein Eindruck ist, es geht ihm gut"
Der ehemalige thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hält es für möglich, dass Althaus noch in diesem Monat aus der Reha-Klinik entlassen wird. "Ich habe in diesen Tagen zum ersten Mal mit ihm telefoniert. Mein Eindruck ist, es geht ihm gut", sagte Vogel der "Sächsischen Zeitung". "Er klang am Telefon so, wie ich ihn kenne." Noch müsse sich Althaus allerdings schonen. Vogel sagte, er sei sicher, dass der bedauerliche und tragische Unfall für Althaus eine große Belastung darstelle. "Ich bin aber auch sicher, dass er damit fertig wird und in der Lage sein wird, in die politische Verantwortung zurückzukehren - wahrscheinlich geprägt von dem, was er am Neujahrstag erlebt hat."