09.12.2011, 08:19 Uhr
Die ZwickauerTerrorgruppe NSU soll auch von rechtsradikalen Gesinnungsgenossen im Westen Unterstützung erhalten haben. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (SZ).
Der Ermittlungseinheit "Trio", welche die zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge aufklären soll, liegt nach SZ-Informationen die Zeugenaussage eines Rechtsradikalen vor, der mit Kameraden aus dem Westen Örtlichkeiten für einen Mord ausspioniert haben will. Er sei aber abgesprungen, bevor das Anschlagziel festgelegt worden sei. Kurz darauf sei ein türkischer Kleinunternehmer von den Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos erschossen worden.
Nach Darstellung des Zeugen ist das Trio aus dem Osten bei der harten rechtsextremistischen Szene im Westen bekannt gewesen. Man habe gewusst, dass die Killer hinter den Morden an acht türkischstämmigen und einem griechischen Kleinunternehmer steckten.
Laut SZ ist der Zeuge der bislang einzige Rechtsradikale, der sich im Rahmen der seit vergangener Woche laufenden Öffentlichkeitsfahndung bei den Behörden gemeldet und wesentliche Angaben gemacht hat. Er selbst sei aber nicht zu belangen, da seine Taten verjährt seien.
In welchen Bundesländern sind Rechtsextreme wie organisiert? Wo sind die Hochburgen der NPD? Die Antworten gibt der Atlas des Rechtsextremismus
Unterdessen drängen Union und SPD auf den raschen Aufbau einer Verbunddatei über gewaltbereite Rechtsextremisten. Politiker beider Parteien forderten Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in der "Mitteldeutschen Zeitung" auf, ihre Bedenken gegen das Vorhaben aufzugeben. Über das Thema beraten heute auch die Innenminister von Bund und Ländern auf ihrer Konferenz in Wiesbaden.
Angesichts der bekanntgewordenen Pannen bei Zusammenarbeit und Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern, die in den vergangenen Wochen im Zuge der Ermittlungen zu dem Zwickauer Neonazi-Trio bekannt geworden sind, nimmt der Druck auf Leutheusser-Schnarrenberger zu, einer Neonazi-Verbunddatei zuzustimmen.
"Die Bundesjustizministerin ist gut beraten, den Ernst der Lage zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen", sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), der "Mitteldeutschen Zeitung". "Denn wir haben ein Defizit in unserer föderalen Sicherheitsarchitektur. Und dieses Defizit muss durch eine Verbunddatei überwunden werden, damit die Gefährlichkeit von Rechtsextremisten bei allen zuständigen Sicherheitsbehörden ankommt."
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann, bot Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) "sofortige Gespräche an - in Sachen Verbunddatei und auch bei anderen Themen". Wenn die Union das Vorhaben nicht mit ihrem Koalitionspartner FDP umsetzen könne, dann eben mit der SPD. Die erste Lesung des entsprechenden Gesetzes könne noch vor Weihnachten stattfinden.
Friedrich möchte als Konsequenz aus der Neonazi-Mordserie eine Verbunddatei, in der die Informationen aller Sicherheitsbehörden zu gewaltbereiten Rechtsextremisten zusammengefasst werden. Leutheusser-Schnarrenberger will die Speicherung von Daten enger fassen und auf gewalttätige Extremisten beschränken.
Das Thema wird am Freitag auch die Innenminister von Bund und Ländern beschäftigen. Außerdem geht es bei der Konferenz in Wiesbaden um das geplante gemeinsame Terrorabwehrzentrum Rechts. Auf einen erneuten NPD-Verbotsantrag hatte sich die Konferenz am Donnerstag nicht einigen können.
Quelle: dpa
contra schrieb:
am 9. Dezember 2011 um 20:50:42
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Terrorgruppe
Da fragt ein User, ob die Terrorgruppe Helfer im Westen hatte.
Es wird sich herausstellen, dass die Truppe sowohl die Waffen als
auch die Aufträge für ihre Morde von " Helfern aus dem Westen " bekam.
Ohne Westanleitung, Westtarnung und Westunterstützung wäre nicht ein einziger Mord möglich gewesen.
Nicht zu vergessen die jahrelange Tarnun g der Truppe durch unsere " Dienste ", die hier hervorragend die Rolle Deutschlands dargestellt haben.
Der jetzige Katzenjammer dient der Täusc
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Erfurter schrieb:
am 9. Dezember 2011 um 19:06:10
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Glaubwürdig ist vertrauensvoll!
Warum wird besonders Jena und Zwickau im Osten in den Medien in den braunen Dreck getreten. Das Ganze ist
ein gesamtdeutsches Problem. Oder wird hier schon wieder nur auf einer Schiene alles breitgestreut. Bleibt vertrauenswürdig mit euren Schreiberein und Fersehberichten. Ansonsten werdet ihr immer unglaubwürdiger.
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Berliner schrieb:
am 9. Dezember 2011 um 19:01:58
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Warum soll der Westen ausgeschlossen sein?
"Die Terrorgruppe NSU hatte womöglich Helfer im Westen". Warum soll dies ausgeschlossen
werden. Die Vernetzung blieb doch nicht an Bundesländergrenzen stehen. Klärt alles auf und sucht nicht nur im Osten. Sonst ist wegen wieder keiner vollständigen Aufklärungeine alles nochmals. Schnappt die Täter und Helfershelfer endlich.
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