20.05.2010, 14:52 Uhr
Der 500 Millionen-Euro-Raub von Paris ist einer der größten Kunstdiebstähle aller Zeiten. In den vergangenen Jahren ereigneten sich immer wieder spektakuläre Diebstähle in Europa, hier eine Auswahl:
24. September 2009: Aus dem Brüsseler Museum René Magritte wird kurz nach der Öffnung der Ausstellungsräume ein Bild des belgischen Malers geklaut. Das Aktbild "Olympia" hat einen Schätzwert von bis zu drei Millionen Euro.
9. Juni 2009: Im Pariser Picasso-Museum wird der Diebstahl eines wertvollen Skizzenbuchs des spanischen Malers bemerkt, das in einer nicht verschlossenen Vitrine ausgestellt wurde. Sein Wert wird auf gut acht Millionen Euro geschätzt.
31. Dezember 2009: Im Cantini-Museum im südfranzösischen Marseille wird der Diebstahl des Gemäldes "Les Choristes" des Impressionisten Edgar Degas entdeckt. Das auf rund 30 Millionen Euro geschätzte Werk wurde offenbar in der Nacht entwendet.
11. Februar 2008: Aus der Sammlung E.G. Bührle in Zürich werden vier Gemälde von Vincent van Gogh, Claude Monet, Paul Cézanne und Edgar Degas gestohlen. Die Ermittler sprechen von dem größten Kunstdiebstahl in Europa. Etwa eine Woche später werden die gestohlenen Bilder von Monet und van Gogh in Zürich auf der Rückbank eines gestohlenen Autos entdeckt.
27. Februar 2007: Aus der Pariser Wohnung von Picassos Enkelin Diana Widmaier-Picasso werden in der Nacht drei Gemälde des Künstlers im Wert von 50 Millionen Euro gestohlen. Die Bilder und die Diebe werden fünf Monate später durch einen anonymen Hinweis gefunden.
6. August 2006: Die jahrelangen Kunstdiebstähle in der St. Petersburger Eremitage und im Moskauer Staatsarchiv werden aufgeklärt. Der Ehemann der ehemaligen Museumskonservatorin wird festgenommen, ebenfalls dessen Sohn, ein Universitätsprofessor und ein Antiquitätenhändler. Sie haben 221 Meisterwerke der russischen Goldschmiedekunst und Emaillearbeiten im Wert von 3,9 Millionen Euro entwendet.
22. August 2004: Zwei maskierte und bewaffnete Männer dringen mitten am Tag in das Osloer Edvard-Munch-Museum ein und rauben die weltberühmten Gemälde "Der Schrei" und "Madonna" im Wert von rund 75 Millionen Euro. Die beiden Räuber sowie ein dritter Mann, der Fahrer, werden gefasst und zwei Jahre später zu mehrjährigen Haft- und Geldstrafen verurteilt. Die Bilder werde mit zum Teil irreparablen Schäden aufgefunden.
11. Mai 2003: Ein Alarmanlagenexperte stiehlt die "Saliera" von Benvenuto Cellini aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Das kunstvoll gearbeitete goldene Salzfässchen des florentinischen Schmieds und Bildhauers ist rund 50 Millionen Euro wert. Der Dieb fordert drei Jahre später zehn Millionen Euro Lösegeld, wird dann aber von der Polizei festgenommen.
20. April 2002: Vier Männer brechen in das Berliner Brücke-Museum ein und stehlen neun expressionistische Gemälde unter anderem von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein im Gesamtwert von 3,6 Millionen Euro. Ein Jahr später sind alle gestohlenen Bilder sichergestellt. Die Täter erhalten mehrjährige Haftstrafen.
Quelle: AFP
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