25.10.2011, 12:17 Uhr
Führungsstreit in der Linkspartei: Sahra Wagenknecht als Kandidatin für Doppelspitze im Gespräch (Quelle: dpa)
Nach dem Parteitag in Erfurt geht bei der Linken die Personaldebatte weiter. Auch die sogenannten Reformer in der Partei scheinen sich auf einen Aufstieg der stellvertretenden Vorsitzenden Sahra Wagenknecht an die Parteispitze einzustellen.
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, sprach sich in der "Mitteldeutschen Zeitung" aus Halle für eine Doppelspitze aus Wagenknecht und dem zum Reformflügel zählenden Bundestagsfraktionsvize Dietmar Bartsch aus. Er brachte auch den Landeschef von Sachsen-Anhalt, Matthias Höhn, als Bundesgeschäftsführer ins Gespräch, der in der Führungsdebatte bisher keine größere Rolle gespielt hatte.
Zu den Vorbehalten gegen Wagenknecht, einst Galionsfigur der radikalen Parteigruppierung Kommunistische Plattform, sagte Ramelow: "Wir brauchen Profis in der Partei." Und Wagenknecht sei ein Profi.
Die 42-Jährige hatte vergangene Woche gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung" gesagt, sie wolle nicht nur für den linken Parteiflügel da sein. "Selbstverständlich muss man in Führungspositionen die gesamte Partei vertreten und nicht nur eine Strömung." Ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Plattform ruhe seit fast zwei Jahren. Sie wolle daran arbeiten, dass andere Vorbehalte gegen ihre Person abbauen könnten.
Zur Lösung des Führungsstreits sprach sich Ramelow für ein Votum unter den Parteimitgliedern aus. "Ich hoffe, dass wir die Kraft haben, die Personalentscheidungen durch eine Mitgliederbefragung zu untersetzen", sagte er.
Dem widersprach der frühere DDR-Ministerpräsident Hans Modrow. "Die Partei sollte die Verantwortung für die Führung dem Parteitag übertragen", sagte der Vorsitzende des Ältestenrates der Linken dem Blatt. "Im Übrigen kommt eine Partei durch ihre Strukturen in Bewegung und nicht durch ihre Strömungen."
Am Dienstag will die Bundestagsfraktion der Linken entscheiden, ob es eine Doppelspitze geben soll. Sollten sich die 76 Abgeordneten dafür aussprechen, wird am 8. November über die personelle Besetzung des neu strukturierten Fraktionsvorstands entschieden. Gysi gilt als gesetzt für den Vorsitz. Wagenknecht werden auch Ambitionen auf den Ko-Vorsitz an der Seite Gysis nachgesagt. Gysi selbst lehnt eine solche Besetzung ab.
Ein Aufrücken Wagenknechts auch an die Fraktionsspitze lehnte der Linken-Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich ab. "Ich finde, dass Gregor Gysi ein sehr guter Fraktionsvorsitzender ist und auch alleine Fraktionsvorsitzender bleiben sollte", sagte Liebich dem Blatt.
Liebich sprach sich für eine Bundestagskandidatur des früheren Partei- und Fraktionschefs Oskar Lafontaine aus. Allerdings hätten Lafontaine und Gysi dann auch die Verantwortung, zügig für einen Generationswechsel an der Fraktionsspitze zu sorgen.
Die Linke hatte am Sonntag in Erfurt ihr erstes Grundsatzprogramm mit 97-prozentiger Mehrheit beschlossen. Partei- und Fraktionsspitze hatten die Delegierten aufgerufen, die Selbstbeschäftigung einzustellen und sich auf die Inhalte zu konzentrieren. Die Partei hatte sich in den vergangenen Monaten in Querelen über den Kommunismus-Begriff, die Haltung zu Israel oder den Mauerbau verstrickt. Die beiden Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst waren massiv unter Druck geraten.
Quelle: dapd , dpa
schwarz rot gold schrieb:
am 25. Oktober 2011 um 12:30:07
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Linksaußen
Kommunismus funfkioniert nicht, kapiert das endlich! Der Mensch ist ein Individuum, jeder mit eigenen Interessen und
Vorstellungen, wir sind nicht alle gleich! Wer, von denen die etwas leisten und haben gibt freiwillig etwas ab. Porsche-Klaus oder Bsirske? Geben die von ihren 5-stelligem Monatseinkommen 100% an den Staat um gleich zu sein wie alle anderen auch. Das geht nur über Zwang, Mauerbau und Schießbefehl!
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newossi schrieb:
am 25. Oktober 2011 um 12:26:03
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die Linke
Es ist mir unbegreiflich wie die Linken gewählt werden können. Haben denn alle vergessen wie die Vorgängerpartei den Osten an
die Wand gefahren hat unter menschenverachtenden Politikern und Parteigenossen. Erinnert Euch an den Osten nach der Grenzöffnung - es war zum Fürchten!!! Diese Politikrichtung darf nicht mehr kommen. Wagenknecht und Konsorten sollen doch in Kommunismusländer auswandern wenn sie es so toll finden. So erhalten sie die echte Praxis - aber nicht nur gut leben u. links reden!
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Nele schrieb:
am 25. Oktober 2011 um 12:23:45
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Die Linke
Nun tritt sie den Weg an, den sie immer wollte, links, linker noch linker. Damit entfernt sich die Linke immer mehr von den platten
Sprüchen, dass sie sich regeneriert haben, Das Ziel wird über einen Umweg erreicht. Frau Wagenknecht ist eine der alten Stunde, daraus hat sie aber auch nie ein Geheimnis gemacht. Sie ist eine sehr kluge, disziplinierte Frau, steter Tropfen hölten den Stein, das muss man ihr lassen. Nur so war und ist es möglich, an der Spitze dieser Partei zu kommen.
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